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Gesellschaft - Hamburg:Für Hausboote mangelt es an Liegeplätzen im Norden

Oldenburg/Hamburg (dpa/lni) - Wohnen auf dem Wasser wird stark nachgefragt, doch vielerorts im Norden mangelt es an freien Liegeplätzen für Hausboote und festschwimmende Häuser. "Besonders Großstädte sind kritisch, was die Liegeplätze angeht", berichtet die Marketingleiterin des Hausbootunternehmens Floating House, Marie Gest. Oft mangele es an Platz in den Häfen oder der Infrastruktur, um die Versorgung der schwimmenden Häuser mit Strom und Frischwasser sicherzustellen. Auch in Hamburg gibt es aktuell keinen Platz mehr für neue Hausboote: "Ich gehe davon aus, dass derartige Liegeflächen nicht mehr freiwerden. Wer sie hat, gibt sie nicht mehr her", sagt der Hausbootkoordinator von Hamburg-Mitte, Wolfgang Vocilka.

In niedersächsischen Städten ist die Situation nicht viel besser, obwohl viele Leute am Leben auf dem Wasser interessiert seien, sagt Timo Bahn vom Hausbootunternehmen Floating Homes in Verden. "Die Nachfrage übersteigt bei weitem das Angebot der Liegeplätze", sagt Bahn. Es gebe in Niedersachsen zwar vereinzelt schwimmende Häuser, wie ortsfeste und auf einem Ponton gebaute Hausboote offiziell heißen - aber neue Liegeplätze zu erschließen, das gestalte sich als schwierig.

Auch der Naturschutz kann einer Nutzung durch Hausbooten im Wege stehen. An der gesamten Hunte gibt es nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) nur zwei dauerhafte Liegeplätze.