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Covid-19:Vor der Einsamkeit

People silhouetted as they drink at a bar/club

"Eine komische Stimmung", beschreibt ein Münchner Wirt die Lage, "als ob Silvester und Prohibition zusammenfallen."

(Foto: Scott E Barbour/Getty Images)

Ab Montag wird das öffentliche Leben wegen Corona wieder heruntergefahren. Und nun? Wie Menschen auf verordneten Rückzug reagieren.

Von Sebastian Herrmann und Christian Mayer

Es sind die letzten Oktobertage, dunkle Monate brechen an. Deutschland bereitet sich auf eine harte Zeit vor - die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie, die Bund und Länder gemeinsam beschlossen haben, werden von Montag an das öffentliche Leben lähmen. "Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor", hat Erich Kästner in seinem melancholischen November-Gedicht geschrieben, nicht ahnend, dass ein Corona-Herbst noch viel stärker aufs Gemüt schlägt: Anders als beim ersten Runterfahren Ende März, als zumindest das Wetter gut war, gibt es im November weniger Möglichkeiten, den eigenen vier Wänden zu entkommen. Die Angst vor Einsamkeit und psychischer Überforderung ist bei vielen Menschen enorm, zumal sie wissen, was sie bald vermissen werden: echte menschliche Nähe.

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