bedeckt München 17°

Der Gelehrte und die Gestapo:Vom anderen Leben des Geistes

NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl

Faksimiles der Flugblätter vor dem Haupteingang der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Richard Harder war der Griechischlehrer von Hannah Arendt. Im Februar 1943 half er der Gestapo dabei, die "Weiße Rose" aufzuspüren.

Von Willi Winkler

Ein Kollege hatte bei ihm zeitweise das Gefühl, "er sehe Gespenster aus der Tiefe". Das war beim letzten Auftritt, zu dem Richard Harder, bereits todkrank, an den Genfer See gereist war. Im exklusiven Zirkel von Gräzisten aus ganz Europa sprach er, wie immer ohne Manuskript, über "Das Ganze vor und bei Plotin". Auf dem Rückweg brach er im Bahnhofsbuffet in Zürich zusammen. Sein Nachlassverwalter schloss einen Lebensabriss mit dem Satz: "Sein Wunsch, nicht im Bett zu sterben, ist ihm erfüllt worden."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Hochwasser
Wir können nicht weiterleben wie bisher
Wir 4
Sabbatical
Auf Weltreise mit Kindern
Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen - München
Corona-Impfung
Freiheit für alle
Heinz Strunk
Heinz Strunk
"Manchmal kam ich vor heller Angst nicht aus dem Bett"
A little boy tries to open a window. Garden City South, New York, USA. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY CR_FRRU191112-229
Psychologie
Ich war nie gut genug
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB