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Spike Lee im Interview:"Trump führt das Land direkt in die Hölle"

Spike Lee

Spike Lee, 63, aus Brooklyn: Eine Galionsfigur des schwarzen Kinos, ein großer Entertainer und ein meinungsstarker Kommentator.

(Foto: Arthur Mola/Invision/AP)

Spike Lee, der große Kinoerzähler der schwarzen Erfahrung in den USA, über sein zerrissenes Land, die nie geheilten Wunden von Rassismus, Kolonialismus und Sklaverei und die nächste, alles entscheidende Wahl.

Zum Zeitpunkt des Telefonats ist George Floyd noch nicht gestorben, werden die USA noch nicht von der Welle der Proteste überrollt. Doch der mörderische Rassismus im Land, auf den sich die Wut und Empörung der schwarzen Community fokussieren, ist in einem Interview mit Spike Lee stets präsent. Der afroamerikanische Regisseur aus Brooklyn, zuletzt für "BlacKkKlansman" bei den Oscars gefeiert, hat einen neuen, für Netflix gedrehten Film am Start: "Da 5 Bloods" handelt von fünf schwarzen GIs im Vietnamkrieg, von denen vier nach Jahrzehnten an die Schauplätze des Geschehens zurückkehren (ab 12. Juni). Wie immer geht es bei Lee aber ums Ganze, das Land, die Politik, Donald Trump, den er nur "Agent Orange" nennt, und den Shutdown in New York. Seinen aktuellsten Kommentar zur Lage hat er am Montag auf Twitter gepostet - einen Kurzfilm über drei Opfer von Polizeigewalt, die alle drei qualvoll ersticken: George Floyd, Eric Garner und Radio Raheem. Zwei sind real, man sieht sie auf den weltweit geteilten Handyvideos, der dritte aber ist seine eigene, fiktionale Figur aus dem visionären Film "Do The Right Thing" von 1989.

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