Ronald Lauder über NS-Raubkunst:"Es sind immer die gleichen Ausreden"

World Jewish Congress president Lauder gives Reuters interview in Berlin

"Ich bin ja selbst ein Sammler, ich weiß, wie schwer es ist, Werke aufzugeben", meint Ronald Lauder.

(Foto: Tobias Schwarz/Reuters)

Deutschland versagt bei der Rückgabe von NS-Raubkunst, kritisiert Ronald Lauder, der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses. Der Skandal um die Max-Stern-Ausstellung in Düsseldorf ist für ihn ein Symbolfall.

Interview von Catrin Lorch

Raubkunst beschert Deutschland auch mehr als siebzig Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft noch immer Skandale. Jüngst erst ist ein Ausstellungsprojekt über den Kunsthändler Max Stern in seiner Heimatstadt Düsseldorf zum Eklat geworden. Wenige Monate vor der Eröffnung hatte der Oberbürgermeister Thomas Geisel die am Stadtmuseum geplante Schau abgesagt mit Verweis auf "aktuell laufende Auskunfts- und Restitutionsgesuche deutscher Museen". Das düpierte nicht nur Kooperationspartner in Israel und Kanada, wohin Stern vor den Nazis geflohen war. Es brüskierte auch die an den Vorbereitungen beteiligte Stiftung Max Stern Art Restitution Project, die den Nachlass verwaltet. Fürchtete die Stadt - oder gar prominente Sammler - die Erkenntnisse des Projekts und weitere Rückgabeforderungen? Ronald Lauder, der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses, erklärt, warum er den lokalen Skandal als Symbolfall für die insgesamt viel zu träge deutsche Rückgabepraxis sieht.

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