Auf Rezept ins Museum:Mach mich gesund

Lesezeit: 4 min

"Der Schrei" von Edvard Munch in der Wiener Albertina, 1893

Gefühle verwandelt in Kunst: Edvard Munchs "Der Schrei" 2003 in der Albertina in Wien.

(Foto: Hans Klaus Techt/dpa)

In Brüssel untersuchen Wissenschaftler ein ungewöhnliches Heilmittel für Stress-, Burn-out- und Angstpatienten: Kunst auf Rezept.

Von Thomas Balbierer

Für Edvard Munch, den Schöpfer des weltberühmten Gemäldes "Der Schrei", war das Malen "eine Krankheit, die ich nicht loswerden will, ein Rausch, den ich brauche". Der Norweger war vom frühen Tod von Mutter und Schwester schwer traumatisiert und litt unter großen Ängsten. In Werken mit Titeln wie "Melancholie" und "Verzweiflung" verwandelte er seine dunklen Gefühle in tiefgründige Kunst. Munchs seelischer Schmerz war Antrieb, Motiv und Leiden zugleich. "Meine Leiden sind Teil meines Selbst und meiner Kunst", soll er festgestellt haben. Für Vincent van Gogh war das künstlerische Schaffen nach eigenen Angaben eine Flucht aus seinen psychischen Qualen. "Nur vor der Staffelei beim Malen fühle ich ein wenig Leben", schrieb er an eine Schwester. Und so weiter.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Politische Gefangene Maria Kolesnikowa in Belarus
"Dieser ständige Druck wirkt sich auf die Gesundheit aus"
Nachruf auf Dietrich Mateschitz
Voller Energie
Geheimdienste im Ukraine-Krieg
An der unsichtbaren Front
Enjoying the fresh sea air; loslassen
Liebe und Partnerschaft
»Solange man die Emotionen zulässt, ebben sie auch wieder ab«
Medizin
Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt
Zur SZ-Startseite