Kinolust:Lob der Leinwand

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Kinolust: Mads Mikkelsen als Martin in einer Szene des Films "Der Rausch".

Mads Mikkelsen als Martin in einer Szene des Films "Der Rausch".

(Foto: Henrik Ohsten/dpa)

Tolle Filme ohne Ende, und nervende Sitznachbarn müssen endlich mal Abstand halten: Warum es noch nie so schön war, ins Kino zu gehen.

Von Alex Rühle

Eigentlich ist es vollkommen idiotisch, in diesem Sommer irgendwo hinzufahren. Man kann stattdessen hier, im verregneten München, in einen Fiat 500 steigen und dann 3000 Kilometer lang die ganze italienische Küste abfahren, über Genua runter bis Messina, einmal rund um Sizilien und dann auf der anderen Weite wieder hoch bis Triest. Oder im Van durchs monotone Montana, weite Himmel, leeres Land. Auf einem alten Fischkutter vor der Küste von Gaza rumdümpeln. Mit besoffenen Dänen Dorsche fangen. Nachts ins leere Berliner Pergamonmuseum eindringen. Oder wenn man der der ganz und gar sesshafte Typ ist, einfach nur für zwei Stunden in die Berliner Eckkneipe "Zur Brust" und aus dem Dunkel dabei zusehen, wie ein Star explodiert.

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