bedeckt München

Die Pandemie und ihre Kollateralschäden:Versäume deine Jugend

Hitze in Bayern

Auf der Hackerbrücke in München betrachten zahlreiche junge Menschen den Sonnenuntergang. Jugendliche verpassen gerade die beste Zeit ihres Lebens, die Pandemie schirmt sie von lebensbestimmenden Erfahrungen ab.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Nach der Pandemie werden wir feststellen: Wir haben unseren Kindern und Jugendlichen zu viel zugemutet.

Von Alex Rühle

Am Freitag werden in Bayern die Zwischenzeugnisse verteilt. Klar, da entscheidet sich nicht die Versetzung, aber die Tatsache, dass - wie üblich - normale Noten vergeben werden, wirkt angesichts der Situation etwas, nun ja, bizarr. Es gab in den vergangenen Monaten ein beeindruckendes Chaos aus Wechsel- und Distanzunterricht. Die einen sitzen das in geräumigen Altbauwohnungen vor nagelneuen Laptops aus, nachmittags wird dann die Nachhilfe via Zoom zugeschaltet. Die anderen hocken zu fünft aufeinander, und es kann ihnen keiner irgendwelche Zusammenhänge erklären, weil die Eltern kein Deutsch verstehen. Oder, wie es der Bayrische Lehrerinnen- und Lehrerverband ausdrückt: "Quarantäne-Fehlzeiten, unterschiedliche digitale Ausstattung, heterogene soziale und familiäre Verhältnisse und eine noch größere Bildungsungerechtigkeit - auf dieser Basis kann es keine gerechten, fairen und vergleichbaren Bewertungen geben."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
ZDF-Talkshow 'Markus Lanz'
Markus Lanz
Deutschlands schönste Grillzange
Zufriedenheit
Anleitung zum Glücklichsein
Plate with ready-to-eat Black Forest cake PPXF00315
Abnehmen
Warum Intervallfasten nicht funktioniert
Janina Kugel im Interview
"Die guten Chefs sind nicht automatisch die Softies"
Umarmung
Psychologie
"Verzeihen ist wichtig für die psychische Gesundheit"
Zur SZ-Startseite