Film "Bottoms":Auch Frauen dürfen Loser sein

Film "Bottoms": Die Loserinnen beim Brainstorming: Ayo Edebiri (links) als Josie und Rachel Sennott als PJ in "Bottoms" von Emma Seligman.

Die Loserinnen beim Brainstorming: Ayo Edebiri (links) als Josie und Rachel Sennott als PJ in "Bottoms" von Emma Seligman.

(Foto: Patti Perret/Amazon Prime Video)

Nominiert für den lustigsten Film des Jahres: der queere, blutige und fantastisch unperfekte Teeniefilm "Bottoms" des Regietalents Emma Seligman.

Von Marlene Knobloch

Der Skandal vorneweg: Der lustigste Film dieses unlustigen Jahres verstaubt in Deutschland seit Anfang dieser Woche auf Amazon Prime statt im Kino. "Bottoms" der kanadischen Regisseurin Emma Seligman war in diesem Spätsommer ein kleines Ereignis in den USA samt internationalen Kritiken, Magazin-Coverstorys und medialer Bejubelung junger, neuer Stars. Man kann nur rätseln, was den Vertreibern bei Prime Video durch den Kopf ging, als sie an Cinestars in deutschen Fußgängerzonen dachten und daran, dass der Film von einem queeren Fight Club handelt, den zwei frustrierte Highschool-Lesben gründen wegen "Frauen-Empowerment", in Wahrheit aber nur heiße Cheerleaderinnen rumkriegen wollen. Prädikat: "Besonders Deutsches-Kino-ungeeignet". Schade, Amazon, man hat den zehn potenziell interessierten Teenagern das beste Popcorn-Date vermasselt!

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