Biografisches Erinnerungsbuch "BE" – ...seinen kontroversesten Film mit ins Grab

Ein Projekt verfolgte Eichinger seit der Filmhochschule. Mitte der Siebzigerjahre gab er es auf, ließ es jahrzehntelang ruhen und arbeite erst 2011 wieder daran: seine persönliche Version der Nibelungensage, zweiter Teil. Das erste Skript hieß "Der Morgen von Walhalla", das letzte, kurz vor seinem Tod fertiggestellt, "Zorn".

Nibelungentreue als tödliche Form das Fanatismus, darum ging es unter anderem. Tom Tykwer hat es gelesen und kommentiert: "Da hat er sich ein Fettnäpfchen von der Größe eines olympischen Swimmingpools ausgesucht. Wenn er den Film gemacht hätte, hätten ihn die Kritiker endgültig mit Haut und Haaren aufgefressen!" So blieben Bernd Eichingers Projekte meist von Erfolg gekrönt, aber er ... 

Szene aus dem Ring der Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen: Bernd Eichingers persönliche Version der Sage kam nie in die Kinos.

Bild: dpa 5. September 2012, 16:512012-09-05 16:51:47 © SZ vom 05.09.2012/pak/rus