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Digitalisierung:Eklatanter Fachkräftemangel im Bereich der Cyber-Sicherheit

Nicht nur Banken und Geheimdienste brauchen Experten, die sich um die Sicherheit ihrer Daten kümmern. Auch Unternehmen und Behörden sind angreifbar geworden, weil sie über spezielles Wissen oder besondere Daten verfügen. Oder, weil sie schlicht ihre Daten schlecht verschlüsselt haben. "Cyberkriminelle versuchen weltweit, über Lücken in den Sicherheitssystemen der Firmen an solche Daten zu gelangen", sagt Hans-Wilhelm Dünn, Präsident des Cyber-Sicherheitsrats Deutschland. Darum engagieren immer mehr Unternehmen eigene Sicherheitsleute, die den Hackern möglichst einen Schritt voraus sind. Die Nachfrage nach IT-Personal sei ohnehin hoch, doch im Bereich der Cyber-Sicherheit "ist der Fachkräftemangel noch eklatanter". An den Hochschulen kommt das Thema langsam an, entsprechende Studiengänge in diesem Bereich gibt es etwa an der Ruhr-Universität Bochum, an der TU Darmstadt, an der Universität Lübeck oder an der Universität des Saarlandes. IT-Systeme vor kriminellen Angriffen zu schützen, ist auch ein Bereich für Aus- und Umsteiger. Vereinzelt stellen Unternehmen nämlich auch ehemalige Hacker ein.

Data Scientist, Big-Data-Analyst, Data Engineer - hinter diesen Bezeichnungen stecken ähnliche Berufsprofile. Die Experten sind dafür zuständig, die Unmengen von Informationen, die man aus dem Netz ziehen kann, zu strukturieren und zu analysieren. Dabei geht es in erster Linie darum, jederzeit korrekte Daten zu bekommen, um etwa bestehende Geschäftsmodelle verbessern oder neue entwickeln zu können. Den klassischen Arbeitgeber für die Data Scientists gibt es nicht mehr. Vorstellbar sind nach Petrichs Worten Unternehmen aus der Automobilbranche, der Logistik und dem Gesundheitsbereich. Zwar gibt es Beratungsfirmen, die Datenanalysen für andere Unternehmen machen. Doch ist das Thema so sensibel, dass viele Firmen lieber ihre eigenen Experten haben. Auch in diesem Bereich gibt es eigenständige Studiengänge. Einige von ihnen sind in der Informatik angesiedelt, wie etwa in Erlangen-Nürnberg. Andere werden in den Wirtschaftswissenschaften gelehrt, zum Beispiel an der Universität Stuttgart oder der Humboldt-Universität zu Berlin.

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KI steht für "Künstliche Intelligenz" - und das ist ein sehr weites Feld, in dem viele, von Hochschulen kommende Spezialisten gebraucht werden. KI-Entwickler werden dort eingesetzt, wo Systeme und Maschinen lernen, sich eigenständig zu verbessern. Sie entwickeln selbstfahrende Autos oder Roboter für Operationssäle in den Kliniken. Man braucht sie für die Gesichtserkennung oder für Chatbots, die in einem ersten Schritt für die Personalakquise arbeiten. "Künstliche Intelligenz ist in vielen Bereichen längst zum Alltag geworden", sagt Petrich. Das Studium hat die verschiedensten Namen: So gibt es an der TU Dresden und der Universität Ulm Institute für Künstliche Intelligenz, an der Ludwig-Maximilians-Universität in München gibt es einen Lehrstuhl für "Künstliche Intelligenz und intelligente Systeme".

Für einige IT-Jobs existiert kein speziell darauf abgestimmter Ausbildungsweg oder Studiengang. Das gilt zum Beispiel für SEO-Experten, die dafür sorgen, dass bestimmte Begriffe in den Suchmaschinen schnell gefunden werden. Wer eine künstlerische Ader hat, kann Webmaster werden: Er befasst sich mit der Planung und grafischen Gestaltung von Webseiten und ist bei technischen Problemen der Anwender zur Stelle. Das entsprechende Wissen erwirbt man etwa im Studium des Kommunikationsdesigns. Ein IT-Administrator kümmert sich hingegen darum, dass die Systeme reibungslos funktionieren. Gerade auf diesen Stellen sitzen nicht immer Menschen mit einem Bachelor- oder Master-of-Science-Titel eines Informatikstudiengangs, sondern oft Praktiker mit abgeschlossener Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration oder zum IT-Systemelektroniker.

Der in sich gekehrte Programmierer, ein sogenannter Nerd, ist allerdings auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt. Ob sie nun von den Hochschulen oder aus einer dualen Ausbildung kommen: "Wichtig ist, dass die Leute kommunikativ sind, denn sie müssen immer in Teams arbeiten", betont Bitkom-Expertin Petrich. Und noch eines ist wichtig in Zeiten der virtuellen Welten, in denen Teams oft nicht mehr in einem Raum oder einer Stadt sitzen: Englisch muss man sehr gut können, weil über Ländergrenzen hinweg gearbeitet wird.

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