Medizin:Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt

Lesezeit: 3 min

Medizin: Die ersten Lebenswochen stellen immunologisch betrachtet ein "Window of Opportunity" dar.

Die ersten Lebenswochen stellen immunologisch betrachtet ein "Window of Opportunity" dar.

(Foto: LISI NIESNER/REUTERS)

Ob ein Kind per Kaiserschnitt oder vaginal auf die Welt kommt, wirkt sich auf sein Mikrobiom und die Immunabwehr aus. Und es gibt weitere Unterschiede.

Von Werner Bartens

Wie ein Kind auf die Welt kommt, ist nicht allein eine medizinische Frage. Vorurteile und Ideologie spielen in der Bewertung ebenfalls eine Rolle. Mittlerweile wird fast einem Drittel aller Kinder in Deutschland per Kaiserschnitt auf die Welt verholfen. Im Jahr 2020 betraf die Schnittentbindung 29,7 Prozent aller Geburten; 2019 waren es 29,6 Prozent. Damit hat sich der Anteil der Sectio caesarea, wie der Kaiserschnitt von Medizinern genannt wird, in den vergangen 30 Jahren nahezu verdoppelt - 1991 lag die Quote noch bei 15,3 Prozent. Als medizinisch notwendig gilt laut Weltgesundheitsorganisation ein Anteil von zehn bis 15 Prozent Kaiserschnittentbindungen an den Geburten. Weil der Unterschied zwischen der notwendigen und der tatsächlichen Anzahl der Kaiserschnitte so groß ist, wird seit Jahren über die Gründe wie die Nachteile überflüssiger Schnittentbindungen diskutiert.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Herfried Münkler im Interview
"Die fetten Jahre sind vorbei"
Wolf Biermann
"Das sind Dummheiten aus Klugscheißer-Motiven"
Digitale Welt und Psyche
Mehr, mehr, mehr
Smiling women stretching legs on railing; Dehnen
Gesundheit
"Der Schlüssel zu mehr Beweglichkeit ist der hintere Oberschenkel"
Nachruf auf Dietrich Mateschitz
Voller Energie
Zur SZ-Startseite