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Krankheiten - Berlin:Landeslabor erhöht Kapazität für Auswertung von Virus-Tests

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Potsdam (dpa/bb) - Das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) baut seine Kapazitäten für Coronavirus-Testanalysen aus. Hilfe dafür kommt von der Bayer AG: Das Unternehmen stellt 40 benötigte Geräte und Personal für die COVID-19-Analyse zur Verfügung, wie das Brandenburger Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Am Bayer-Standort in Berlin-Wedding entsteht demnach auf zwei Etagen ein Testlabor, so dass dort künftig jeden Tag bis zu 1000 zusätzliche SARS-CoV-2-Tests durchgeführt werden können. Im Landeslabor am Standort Frankfurt (Oder) werden bis zu 200 Testanalysen am Tag durchgeführt.

Der Konzern hatte am Montag mitgeteilt, medizinische Mitarbeiter aus dem Bereich "Pharmaceuticals" dürften sich bis zu vier Wochen bezahlt freistellen lassen, um sich an der Virus-Bekämpfung zu beteiligen. 140 Mitarbeiter hätten sich bereits gemeldet, um in einem Testlabor mitzuarbeiten, das Bayer in Berlin aufbauen will.

Damit könnten die Analysemöglichkeiten deutlich erhöht werden, erklärte der Leiter des Landeslabors, Frank Wissmann, am Mittwoch. Der Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in Berlin, Dirk Behrendt, lobte die schnelle unbürokratische Lösung. Das sei wichtig, um die Lage besser bewerten und den Anstieg der Neuinfektionen spürbar verlangsamen zu können, ergänzte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) "Wir müssen in den kommenden Wochen noch mehr testen, um unser Gesundheitswesen funktionstüchtig zu halten." Ein Standort des Landeslabors in Berlin-Adlershof soll bei der Kooperation zwischen der Bayer AG und dem Landeslabor Berlin-Brandenburg als Logistikzentrale für beide Analyselabore fungieren. Dort sollen die Proben eingehen und aufbereitet werden. Anschließend werden sie an die beiden Analyselabore nach Frankfurt (Oder) und Berlin-Wedding geschickt.

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