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Gesundheit - Kiel:Bundestag beschließt Pflegebonus: Lob und Bedauern in Kiel

Bundestag
Eine pflegende Perspon eines Pflegeheims schiebt eine andere Person in einem Rollstuhl. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Berlin/Kiel (dpa/lno) - Der Bundestag hat am Donnerstag den angekündigten Bonus für Pflegekräfte beschlossen. Demnach sollen Beschäftigte in der Altenpflege in diesem Jahr eine gestaffelte Prämie von bis zu 1000 Euro bekommen. Länder oder Arbeitgeber können auf bis zu 1500 Euro aufstocken, die steuerfrei bleiben würden. Für die Krankenpflege gilt der Bundes-Bonus aber nicht. Schleswig-Holstein hat für Sonderzahlungen an Pflegekräfte 40 Millionen Euro reserviert.

"Gut, dass die Bundesregierung die Initiative Schleswig-Holsteins aufgreift und den Pflegebonus zumindest für die Altenpflege ermöglicht", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) der Deutschen Presse-Agentur. Über die konkreten Auswirkungen der Entscheidung im Bund auf Schleswig-Holstein will die Landesregierung nun beraten.

"Mir ist allerdings neben der Einmalzahlung die dauerhafte Verbesserung der Bezahlung der Pflegekräfte in der Altenpflege einschließlich einer höheren Tarifbindung sowie deutlich verbesserter Arbeitsbedingungen noch wichtiger", sagte Garg.

Die Grünen im Landtag kündigten ein Konzept für einen landesweiten Bonus in der Krankenpflege an. Den Weg für einen bundesweiten Bonus in der Altenpflege habe der Bundestag gebahnt, sagte Fraktionsvize Lasse Petersdotter. "Es ist allerdings sehr bedauerlich, dass die bundesweite Vereinbarung nur die Altenpflege in den Blick nimmt." Also nicht auch die Krankenpflege.

Die Prämie für die Pflegekräfte setze ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die harte und exponierte Arbeit der Pflegekräfte, sagte Petersdotter. "Damit werden längst nicht alle Herausforderungen in den Pflegeberufen gelöst, aber es ist ein wichtiges Signal."

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