Chemie-Nobelpreis:Ein Zwei-Komponenten-Kleber für Moleküle

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Chemie-Nobelpreis: Click, und es hält: Barry Sharpless und Morten Meldal haben die Grundlagen für die Clickchemie gelegt, Carolyn Bertozzi hat sie weiterentwickelt.

Click, und es hält: Barry Sharpless und Morten Meldal haben die Grundlagen für die Clickchemie gelegt, Carolyn Bertozzi hat sie weiterentwickelt.

(Foto: Illustration: Johan Jarnestad/The Royal Swedish Academy of Sciences)

Carolyn Bertozzi, Morten Meldal und Barry Sharpless erhalten den Chemie-Nobelpreis für Methoden zum Molekülaufbau. Sie haben die Medikamentenentwicklung enorm beschleunigt - und können noch viel mehr.

Von Michael Brendler

Carolyn Bertozzi sieht etwas müde aus. Zwischen Stockholm und der Universität Stanford sind es neun Stunden Zeitverschiebung, in Schweden hat die Königliche Akademie der Wissenschaften am Vormittag über die Vergabe des diesjährigen Chemie-Nobelpreises entschieden. Das heißt: Die Juroren haben ihre Preisträgerin, die sich die Auszeichnung mit Barry Sharpless vom Scripps Forschungsinstitut in San Diego und Morten Meldal von der Universität Kopenhagen teilt, wohl aus dem Bett geklingelt. Trotzdem hat die 56-jährige Biochemikerin sich live zur Nobel-Pressekonferenz zugeschaltet. Ob sie immer noch unter Schock stehe nach dem Telefonanruf, wird sie von Johan Åqvist gefragt, dem Vorsitzenden des Nobel-Komitees: "Schock ist noch eine Untertreibung", sagt sie.

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