Altersvorsorge – Riester-Rente

Riestern lohnt sich, sagen Verbraucherschützer: Wegen der staatlichen Förderung ist die Rente attraktiv für die meisten Arbeitnehmer. Verbrauchern stehen vorrangig drei Wege offen: Versicherungen, Fonds und Banksparpläne. Eine Riester-Police ist die beliebteste, aber nicht immer die sinnvollste Variante: "Die Verträge sind vergleichsweise teuer", sagt Annabel Öhlmann, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Besonders in den ersten Jahren zehren Abschluss- und Verwaltungskosten an der Rendite. "Deshalb lohnen sich Riester-Versicherungen, wenn überhaupt, nur für junge Kunden", so Öhlmann. Älteren Anlegern empfiehlt sie eher, per Banksparplan zu riestern. Der Verbraucher zahlt Beiträge bei einer Bank ein, das Institut verzinst das Geld. Der größte Nachteil der Sparpläne sind die begrenzten Rendite-Chancen. Bei Riester-Fonds ist das anders: Zu Beginn der Laufzeit stecken die Firmen möglichst viel Geld ihrer Kunden in Aktien, um von den langfristigen Chancen auf den Kapitalmärkten zu profitieren. Je älter der Verbraucher ist, desto stärker wird in sichere Anlagen umgeschichtet. Riester-Produkte gelten als wenig riskant, denn die Anbieter sind verpflichtet, am Ende mindestens das eingezahlte Geld und die staatlichen Zulagen auszuzahlen

Bild: dpa 22. Februar 2011, 14:242011-02-22 14:24:44 © sueddeutsche.de