Altersvorsorge – Betriebliche Altersvorsorge

Wer sie nicht hat, verschenkt Geld - so einfach ist das. Umso erstaunlicher ist es, dass die betriebliche Altersvorsorge ein Schattendasein führt: Zwar können 60 Prozent der Deutschen eine Betriebsrente in ihrer Firma abschließen, aber nur 29 Prozent tun dies auch. Dabei würde es genügen, beim Arbeitgeber nachzufragen, er kümmert sich um den Rest: Er wählt den Versicherung- oder Fondsanbieter aus und entscheidet sich für einen der fünf Durchführungswege. Mit diesen Details muss sich niemand quälen: "Für Verbraucher zählt nur: Hab ich eine Betriebsrente - oder habe ich sie nicht?", sagt Ulrich-Arthur Birk, Professor für Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Bamberg. Der Clou für jene, die sie haben: Das Geld fließt direkt aus dem Bruttogehalt in die Altersvorsorge; das zu versteuernde Einkommen sinkt also, und auch die Beiträge zu Renten- und Krankenversicherung schrumpfen. Zwar muss der Arbeitnehmer, sobald er seine betriebliche Altersvorsorge ausgeschüttet bekommt, Steuern und Sozialabgaben zahlen - zeitverzögert. "Aber das Gehalt eines Rentners liegt im Normalfall deutlich unter dem eines Berufstätigen", sagt Tom Friess, Chef des Vermögenszentrums in München, der Steuersatz sei also entsprechend niedriger: "Das begünstigt die Rendite zusätzlich".

Bild: dpa-tmn 22. Februar 2011, 14:242011-02-22 14:24:44 © sueddeutsche.de