British Airways Kriminelle hacken 380 000 Ticketkäufe

Ein Airbus A380 von British Airways am Londoner Flughafen Heathrow.

(Foto: Reuters)

Dabei erbeuten sie laut der britischen Airline persönliche Daten und Kreditkarteninformationen von Kunden. Passdaten seien aber nicht betroffen.

Die Fluglinie British Airways ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Kriminelle hätten die Daten von Kunden erbeutet, sagte Firmenchef Álex Cruz der BBC. Die Betroffenen seien unverzüglich informiert worden. Es habe sich um einen sehr ausgefeilten Angriff gehandelt. Sollten finanzielle Schäden entstehen, werde die Fluggesellschaft diese ersetzen.

Cruz entschuldigte sich bei den Kunden für den Diebstahl. Er sagte auch: "Wir nehmen den Schutz der Daten unserer Kunden sehr ernst."

Am Donnerstag hatte das Unternehmen eingeräumt, dass Daten bei Buchungen über seine Internetseite oder App verloren gegangen seien. Betroffen seien persönliche und finanzielle Daten von Kunden aus etwa 380 000 Kartenzahlungen, die zwischen dem 21. August und dem 5. September getätigt wurden, teilte IAG mit. Reisedetails oder Passdaten seien nicht gestohlen worden. Polizei und zuständige Behörden seien eingeschaltet worden. Inzwischen funktioniere die Internetseite wieder normal. Die Aktien der Muttergesellschaft International Airlines Group gaben im frühen Handel am Freitag mehr als drei Prozent nach.

Es ist nicht das erste Mal, dass British Airways mit Computerproblemen zu kämpfen hat. Im Mai 2017 legten Schwierigkeiten in der Stromversorgung die Rechner des Unternehmens lahm. In der Folge blieben 75 000 Passagiere am Londoner Flughafen Heathrow am Boden. Später mussten wegen Problemen beim System eines Zulieferers Flüge gestrichen oder verschoben werden.

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