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Lehrer - Hannover:Gerichte prüfen Arbeitsbelastung: Lehrer in Niedersachsen

Ausbildung
Eine Lehrerin steht vor einer digitalen Schultafel. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Hannover (dpa/lni) - Im Streit um eine zu hohe Arbeitsbelastung von Lehrern in Niedersachsen sind nun die Gerichte am Zug. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) informiert heute (12.30 Uhr) über die von ihr unterstützten ersten Verfahren an den Verwaltungsgerichten in Hannover und Osnabrück. Nach Berechnungen der Gewerkschaft fallen an den Grundschulen und Gymnasien im Land jährlich 6,5 Millionen Überstunden an, die weder bezahlt noch ausgeglichen werden. Auch eine Untersuchung im Auftrag des Kultusministeriums ergab eine zu hohe Arbeitsbelastung von Lehrern, aber in geringerem Umfang als von der GEW beziffert.

Die GEW erwartet vom Ausgang der beiden ersten Klagen, die Ende März und Mitte Mai verhandelt und entschieden werden, eine Signalwirkung. Ihr gehe es nicht um eine Vergütung geleisteter Überstunden in der Vergangenheit, sondern eine zeitliche Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer in der Zukunft, wie ein Sprecher sagte. Angesichts des aktuellen Lehrermangels werde eine Entlastung womöglich nicht sofort, aber perspektivisch möglich sein.

Die GEW kritisierte am Montag außerdem, dass der Landtag es in der Vorwoche abgelehnt hatte, sich mit einer Petition zu beschäftigen die zum Ziel hatte, dass Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen genauso wie an den anderen Schulformen bezahlt werden. Bisher mache der Unterschied rund 450 Euro brutto monatlich aus.

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