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Bildung - Wiesbaden:Hochqualifizierte verlassen Brandenburg nach der Ausbildung

Wiesbaden(dpa/bb) - Der Anteil gut ausgebildeter junger Menschen ist in Brandenburg niedriger als im Bundesdurchschnitt. Nur 23 Prozent der 25- bis 34-jährigen Brandenburger haben ein abgeschlossenes Studium oder etwa eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung. Bundesweit zählt rund ein Drittel (32 Prozent) dieser Altersgruppe zu den Hochqualifizierten. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervor, der auf Zahlen von 2018 beruht. Laut Statistikamt verlassen viele Menschen das Bundesland nach ihrer Ausbildung.

In der älteren Bevölkerungsgruppe lag Brandenburg sechs Prozent über dem bundesweiten Vergleichswert: 32 Prozent der 55- bis 64-jährigen hatten einen Abschluss im sogenannten Tertiärbereich. Das meint abgeschlossene Hochschulstudiengänge oder berufsorientierte Bildungsprogramme an Akademien oder Fachschulen. Viele der heutigen Älteren haben den Angaben nach einen hohen Bildungsabschluss in der ehemaligen DDR erworben.

Der Anteil der Hochqualifizierten insgesamt lag 2018 knapp unter dem Bundesdurchschnitt. 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Brandenburg zählten dazu, bundesweit waren es 29 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Anteil nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg noch zwei Prozentpunkte höher.

Die Studie "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" ist an eine OECD-Studie angelehnt und stellt eine Auswahl international standardisierter Bildungsindikatoren auf der Bundesländerebene dar.