Bautzen:Sorben: Sprachförderprojekt „Witaj“ wächst weiter

Bautzen (dpa) - 20 Jahre nach dem Start des "Witaj"-Modellprojekts zur Revitalisierung der sorbischen Sprache in der Ober- und Niederlausitz fällt die Bilanz des Sorbischen Schulvereins (SSV) positiv aus. "In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der geförderten Gruppen im Freistaat Sachsen von 82 auf 107 erhöht", sagte dessen Vorsitzende Ludmila Budar am Mittwoch in Bautzen. Dabei gebe es mehr Kinder aus deutschsprachigen oder gemischt-sprachigen Familien, die Anzahl der Kinder aus sorbischen Familien sei rückläufig.

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Bautzen (dpa) - 20 Jahre nach dem Start des „Witaj“-Modellprojekts zur Revitalisierung der sorbischen Sprache in der Ober- und Niederlausitz fällt die Bilanz des Sorbischen Schulvereins (SSV) positiv aus. „In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der geförderten Gruppen im Freistaat Sachsen von 82 auf 107 erhöht“, sagte dessen Vorsitzende Ludmila Budar am Mittwoch in Bautzen. Dabei gebe es mehr Kinder aus deutschsprachigen oder gemischt-sprachigen Familien, die Anzahl der Kinder aus sorbischen Familien sei rückläufig. 

In Kindereinrichtungen des SSV lernen allein rund 600 Kinder im Vorschulalter mit Hilfe der vollständigen Immersion-Methode die sorbische/wendische Sprache. Immersion bedeutet, dass Sorbisch in den Kitas Alltagssprache ist, erklärte Budar.

Der erste „Witaj“-Kindergarten in SSV-Trägerschaft eröffnete am 1. März 1998 in Cottbus-Sielow. Angelehnt ist das Projekt an das bretonische Modell Diwan, welches seit 40 Jahren in Frankreich erfolgreich umgesetzt wird. „Witaj“ ist ein sorbisches Wort und heißt Willkommen.

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