Zugunglück:Nach Bergung der Unfall-Lok: Strecke muss repariert werden

Zugunglück: Am 3. Juni entgleiste bei Garmisch-Partenkirchen ein Regionalzug auf dem Weg nach München. Nach zwei Wochen ist die Bahnstrecke nun geräumt, aber noch nicht befahrbar.

Am 3. Juni entgleiste bei Garmisch-Partenkirchen ein Regionalzug auf dem Weg nach München. Nach zwei Wochen ist die Bahnstrecke nun geräumt, aber noch nicht befahrbar.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Seit Freitagmorgen sind die Gleise bei Burgrain, wo vor zwei Wochen eine Regionalbahn entgleiste, freigeräumt. Wann sie wieder befahrbar sind, ist aber weiter offen.

Zwei Wochen nach dem tödlichen Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen ist am Freitag als letztes Zugteil die Lokomotive geborgen worden. "Wir haben die Lok am frühen Morgen geholt", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Am Vortag sei die Bergung mithilfe eines 160-Tonnen-Schienenkrans vorbereitet worden. "Er hat die Lokomotive aufs Gleis gehoben. Eine Rangierlok hat sie abgeholt." Die Lok solle im nächsten Schritt nach München gebracht werden. Bereits am Mittwoch war der letzte Waggon von der Unglücksstelle weggezogen worden.

Rund um die Unfallstelle müssen laut dem Bahnsprecher zufolge rund 700 Meter Schienen sowie 500 Schwellen erneuert werden. "Und wir benötigen neue Oberleitungen." Dazu müssen auch drei Oberleitungsmasten neu gesetzt werden, die teils von umstürzenden Waggons umgerissen wurden und die nun neue Betonfundamente brauchen. "Diese Arbeiten können wir starten, wenn wir die Freigabe durch die Behörden bekommen." Ein Abschnitt hinter dem Bereich, an dem die Lok stand, sei bisher nicht freigegeben. Wann die Strecke wieder befahrbar sein wird, ist weiter offen. "Da haben wir keine Prognose", sagte der Bahnsprecher. Es hänge auch davon ab, wann die Freigabe komme und die Instandsetzung beginnen könne.

Am Mittag des 3. Juni war ein Regionalzug von Garmisch-Partenkirchen nach München entgleist. Vier Frauen sowie ein 13-Jähriger starben. Fast 70 Menschen wurden verletzt, 16 davon schwer und 52 leicht. Eine Sonderkommission "Zug" ermittelt weiter zur Unglücksursache.

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