Vohburg:Kripo überprüft nach Leichenfund weitere Vermisstenfälle

Vohburg: Einsatzkräfte sind vergangene Woche mit einem Boot der Polizei im Uferbereich der Donau unterwegs.

Einsatzkräfte sind vergangene Woche mit einem Boot der Polizei im Uferbereich der Donau unterwegs.

(Foto: Friedrich/dpa)

Nach dem Fund eines toten Buben in der Donau überprüft die Kripo mehr als ein Dutzend Vermisstenfälle aus dem In- und Ausland.

Nach Angaben der Ermittler werden bei den Fällen, die in Zusammenhang mit der Leiche aus dem Fluss stehen könnten, die näheren Umstände des Verschwindens des jeweiligen Kindes genau geprüft.

Allein aus Bayern würden 16 Vermisstenfälle überprüft, berichtete die Polizei am Freitag. Außerdem würden auch im Rest von Deutschland sowie im benachbarten Ausland die Fälle von vermissten Jungen überprüft, sagte ein Polizeisprecher. Dazu liefen derzeit die Anfragen. Eine konkrete Zahl zu möglichen weiteren Vermisstenfällen nannte die Polizei noch nicht.

In der vergangenen Woche hatte ein Kanufahrer beim oberbayerischen Vohburg (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) den Leichnam eines etwa vier bis sechs Jahre alten Jungen in dem Fluss entdeckt. Der tote Bub war verpackt und lag bereits eine längere Zeit im Wasser. "Der Kanufahrer ist auf jeden Fall von Fleisch ausgegangen, das verpackt war", sagte ein Polizeisprecher. "Dann ist sofort die Polizei verständigt worden."

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat eine Ermittlungsgruppe "Fluvius" (lateinisch für Fluss) mit mehr als zehn Beamten gebildet. Sie will sich aber noch nicht auf ein Verbrechen festlegen. Die Ermittler warten auf weitere Erkenntnisse durch die noch nicht abgeschlossene gerichtsmedizinische Untersuchung der Kinderleiche.

Zudem soll es Anfang der kommenden Woche, vermutlich am Dienstag, eine weitere Suche in der Donau bei Vohburg geben. Mit Hilfe der Geräte des Technischen Hilfswerks will die Ingolstädter Kriminalpolizei in dem Fluss nach weiteren Spuren suchen.

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