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SZ-Podcast "Auf den Punkt":Tödliche Attacke in Augsburg: Zwischen gefühlter und tatsächlicher Bedrohung

Die tödliche Attacke von Augsburg erschüttert. So schrecklich der Einzelfall ist, statistisch geht die Bedrohungslage seit Jahren zurück.

Nach einem Streit mit einer Gruppe junger Männer, ist am Freitagabend in Augsburg ein Mann gestorben. Diese Gewaltat ist entsetzlich, aber Jugendgewalt ist kein neues Phänomen. Die Gewalt nimmt statistisch immer weiter ab. Laut Bundeskriminalamt gab es in Deutschland 2017 insgesamt 731 Mord- und Totschlagsdelikte, in 83 Fällen wurden Deutsche von Ausländern getötet.

Doch die Angst vor dem Verbrechen ist gestiegen. Die "gefühlte Bedrohung" ist deutlich größer, als es die polizeiliche Statistik nahelegt. Heute verzeichnet Deutschland pro 100 000 Einwohner etwa 0,78 Gewalttote, 1890 waren es 2,5 und 1990 1,7. Die Erschütterung über diesen Fall in Augsburg aber sei so groß, weil er in einer Situation geschah, die jeder kennt, die so jedem geschehen könnte, sagt Joachim Käppner aus dem Innenpolitik-Ressort der SZ.

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