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Oberpfalz:Milliarden toter Eintagsfliegen bedecken Straßen

Auf einer Fahrbahn in Regenstauf liegt eine zentimeterhohe Decke toter Insekten. Es sind so viele, dass sie mit einer Schaufel weggeräumt werden müssen.

Eine zentimeterhohe Decke toter Eintagsfliegen haben die Bewohner im Regenstaufer Ortsteil Diesenbach im Landkreis Regensburg auf einer Fahrbahn vorgefunden. Mit einer Schaufel räumte ein Mann in der Nacht auf Freitag toten Fliegen in einen Eimer. Glücklicherweise kam es trotz der Massen an Insektenkadavern nicht zu Unfällen, wie ein Sprecher der Polizei erklärte.

Richtig gefährlich hätten die Insekten erst bei Regen werden können, weil sich die toten Tiere dann auf der Fahrbahn leicht in eine rutschige Fläche hätten verwandeln können, so der Sprecher. Das Phänomen ist kein Einzelfall. Ähnliches ist im vergangenen Jahr in Schwandorf in der Oberpfalz passiert. Lokalspezifisch sei das Phänomen aber nicht. Der Bund Naturschutz erklärte, das Massenschlüpfen der Insekten könne jederzeit woanders stattfinden.

Das Naturschauspiel gebe es nicht nur in der Oberpfalz. Es brauche optimale Bedingungen, dass die Eintagsfliegen in so großer Zahl gleichzeitig schlüpften, sagte ein Experte der Organisation. Eintagsfliegen verbringen ihm zufolge ihr Leben überwiegend in einer Larve. Wenn sie schlüpfen, bleiben ihnen nur rund 24 Stunden, um sich fortzupflanzen. Danach sterben sie.