Sebalder Platz:Nürnberger Klimacamper dürfen bleiben

Nach der Absage des Christkindlesmarktes herrscht Freude bei den campierenden Umweltaktivisten in der Altstadt

Nach der Absage aller Weihnachtsmärkte in Bayern darf das Nürnberger Klimacamp nun doch auf dem Sebalder Platz bleiben. Die Aktivisten hätten ihr Camp ohnehin nur für die Zeit des Christkindlesmarktes räumen müssen, erklärte ein Stadtsprecher. Da dieser untersagt worden ist, können die Aktivisten auf dem Platz bleiben, den sie seit mehr als 440 Tagen bevölkern. Die Stadt hatte argumentiert, sie brauche den Platz während des Marktes für Rettungskräfte. Versammlungsleiter Markus Feuerlein erklärte, die Aktivisten dürften zu den wenigen in Nürnberg zählen, die "sich richtig über die Absage des Marktes gefreut haben". Über Details ihres Camps hatten sich die Aktivisten zuletzt mit der Stadt vor Gericht gestritten. Das Verwaltungsgericht Ansbach hatte dabei unter anderem Küchenutensilien der Camper für nicht zulässig erklärt. Feuerlein geht nun davon aus, dass die Stadt auf einzelne gerichtlich erwirkte Detailregelungen nicht beharren werde. Aus Sicht der Aktivisten sei es gar nicht wirklich um jene gegangen; kurz vorm Christkindlesmarkt sei das Ziel vielmehr gewesen, den Aktivisten den Aufenthalt so unangenehm wie möglich zu machen, um den Platz frei zu bekommen. Da auf lokalen Zeitungsaushängen am Wochenende davon die Rede war, die Aktivisten müssten umziehen, bekämen die Aktivisten gerade viel Unterstützung. Allerdings sei ihnen bereits am Freitag von der Stadt mitgeteilt worden, dass sie bleiben dürfen.

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