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Ausflüge:Für diese Wandertouren brauchen Sie kein Auto

Der Stadt entfliehen? Geht ganz leicht. Rein in Bus oder Bahn - und dann rauf auf den Berg. Neun Gipfel, die man gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht.

Von Isabel Bernstein

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Wallberg (1720 Meter)

Wanderer auf dem Wallberg

Quelle: dpa

Der Wallberg prägt die Gegend rund um den Tegernsee. Als einzelstehender Gipfel fällt er Autofahrern, die von München nach Gmund kommen, sofort ins Auge. Nicht nur deswegen ist er als Ausflugsziel beliebt. Auch die Bergbahn trägt dazu bei, dass der Wallberg vielen Menschen ein Begriff ist, Gleitschirmflieger schätzen die Thermik an dem Hausberg von Rottach-Egern. Und natürlich nicht zu vergessen: Wer nach der direkten Tour über die Bergstation oder nach der weiteren über die Wallbergmoosalm am Gipfel steht, den erwartet ein grandioser Rundumblick.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit der BRB von München nach Tegernsee, dort mit dem Bus 9550 oder 9556 bis zur Haltestation Wallbergbahn.

Dauer (Aufstieg): 2,5 bis drei Stunden

Höhendifferenz: 950 Meter

Einkehr: Wallbergmoosalm, Panoramarestaurant Wallberg

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Ettaler Manndl (1630 Meter) über den Laber

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Quelle: Ammergauer Alpen GmbH/ Bernd Ritschel

Für diese Tour gibt es zwei Varianten: Von der Talstation geht es entweder mit der Laber-Bergbahn auf den gleichnamigen Berg oder man legt diese Strecke zu Fuß zurück. Von der Bergstation aus weisen die Wanderschilder den Weg zum Ettaler Manndl. Wer dort auf den Gipfel will, muss über einen mit Drahtseil gesicherten Klettersteig. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind hier unbedingt erforderlich, weniger geübte Wanderern und Kinder sollten ein Klettersteigset anlegen. Der Gipfel kann aber auch ausgelassen werden. Über den Soilasee geht es anschließend zurück zum Ausgangspunkt.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit dem Zug von München Richtung Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald, in Murnau umsteigen in den Zug Richtung Oberammergau. In Oberammergau zunächst in östlicher Richtung und dann an der Großen Laine entlang zur Talstation der Laber-Bergbahn.

Dauer: ohne Bahn ca. 5,5 Stunden insgesamt, mit Bahn ca. drei Stunden

Höhendifferenz: ca. 1050 Meter

Einkehr: Laber-Bergbahnstation, Soila-Alm

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Über Neureuth (1260 Meter) und Gindelalmschneid (1330 Meter) zum Schliersee

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Quelle: picture alliance / dpa

Die Neureuth ist bei Tagesausflüglern besonders beliebt, weil sie dort einen traumhaften Ausblick auf die Berge erhalten, ohne allzu viele Höhenmeter zurücklegen zu müssen. Sie erreicht man über eine Forststraße oder - schöner - über einen Steig im Wald. Wer Lust hat, seine Wanderung noch auszudehnen, kann nach dem Anstieg weiter zur Gindelalmschneid (Foto) wandern. Dorthin führt ein bewaldeter, aber nicht allzu anspruchsvoller Höhenweg. Anschließend folgt der Abstieg zum Schliersee.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit der BRB von München nach Tegernsee. Rückfahrt ebenfalls mit der BRB von Schliersee aus.

Dauer: 3,5 Stunden für die Überschreitung von Tegernsee zum Schliersee

Höhendifferenz: 400 Meter

Einkehr: Berggasthof Neureuth, Gindelalm

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Kofel (1340 Meter)

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Quelle: Ammergauer Alpen GmbH/ Matthias Neubauer

Verglichen mit den umliegenden Bergen ist der Kofel bei Oberammergau zwar nicht sonderlich hoch, dominiert aber das Panorama im Ammertal mit seiner markanten Felsnadel. Diese erreicht der Wanderer nach einer kleinen drahtseilgesicherten Kraxelpartie im oberen Bereich, für die Trittsicherheit nötig ist. Der Abstieg ist über die Kolbensattelalm und Kolbenalm möglich.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit dem Zug von München Richtung Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald, in Murnau umsteigen in den Zug nach Oberammergau. In Oberammergau an der Ammer entlang zum Friedhof, dort geht der Weg los.

Dauer (Aufstieg): 1,5 Stunden

Höhendifferenz: 500 Meter

Einkehrmöglichkeit: Kolbensattelalm, Kolbenalm

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Fockenstein (1560 Meter)

Ein Wanderweg führt vom Fockenstein zur Aueralm oberhalb vom Tegernsee

Quelle: Isabel Bernstein

Ein Klassiker in den Tegernseer Bergen. Am Parkplatz Sonnenbichl vorbei führt der Waldweg immer am Zeiselbach entlang - erst flacher, später ein bisschen steiler. Fast die gesamte Zeit läuft man im Schatten, erst kurz vor der Aueralm lichtet sich der Wald. Von der Hütte aus führen zwei Wege zum Gipfel des Fockensteins: ein direkter, steilerer durch den Wald und ein weitläufiger, der zunächst auf der Forststraße verläuft und dann nach rechts abbiegt. Statt anschließend denselben Weg wieder ins Tal abzusteigen, gibt es eine attraktive Alternative: die Fockenstein-Überschreitung, die über das Seekarkreuz nach Lenggries führt. Dort kann ebenfalls in die BOB gestiegen werden.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit der BRB Richtung Tegernsee von München nach Gmund. Dort umsteigen in den Bus nach Bad Wiessee, aussteigen an der Haltestelle Söllbach.

Dauer (Aufstieg): zwei Stunden; Variante mit Abstieg nach Lenggries: sechs bis sieben Stunden insgesamt

Höhendifferenz: 750 Meter

Einkehr: Aueralm

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Teufelstättkopf (1760 Meter)

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Quelle: Ammergauer Alpen/ Thorsten Unseld

Wer eine längere Bergtour in den Ammergauer Alpen unternehmen möchte, dem sei der Teufelstättkopf ans Herz gelegt. Am westlichen Ortsrand von Unterammergau führt eine Forststraße Richtung Pürschling, die man aber bald verlassen und durch die Schleifmühlklamm wandern kann. Am Ende der Klamm stößt man wieder auf die Straße, biegt aber kurze Zeit später zum Teufelstättkopf ab. Kurz vor dem Gipfel wird das Gelände felsiger und ausgesetzter, am Schluss muss man kraxeln. Der Abstieg erfolgt über einen Ziehweg (Foto) über das Pürschlinghaus, von dem aus Bayerns König Maximilian und sein Sohn, der Märchenkönig Ludwig II., ihre Jagdausflüge unternahmen.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit dem Zug von München Richtung Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald, in Murnau umsteigen in den Zug Richtung Oberammergau. In Unterammergau über Dorfstraße und Liftweg zum Ausgangspunkt am Parkplatz an der Pürschlingstraße.

Dauer: 2,5 Stunden im Aufstieg, zwei Stunden im Abstieg

Höhendifferenz: 920 Meter

Einkehrmöglichkeit: August-Schuster-Haus (auch Pürschlinghaus genannt)

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Hoher Fricken (1940 Meter)

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Quelle: Isabel Meixner

Das Estergebirge zwischen Farchant und Eschenlohe ist als Wanderziel besonders attraktiv, weil es dort keine Bergbahnen gibt, die Touristen nach oben kutschieren - mit Ausnahme des Wanks, der aber als Gipfel separat steht. Die Wanderung von Farchant aus führt an den schönen Kuhfluchtwasserfällen vorbei und durch den Wald steil den Berg hinauf. Für den Abstieg bietet sich der zwar längere, aber weniger steile Oberauer Steig an.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit dem Zug Richtung Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald von München nach Farchant. Der Ausgangspunkt ist gleich auf der anderen (östlichen) Seite der Loisach im Kuhfluchtweg.

Dauer (Aufstieg): 3,5 bis vier Stunden

Höhendifferenz: ca. 1250 Meter

Einkehr: unterwegs keine

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Osterfelderkopf (2060 Meter) über Höllentalklamm

German Alps Draw Summer Tourists

Quelle: Getty Images

Die Höllentalklamm ist der Auftakt zu einer anspruchsvollen und abwechslungsreichen Wanderung. Sie führt von Hammersbach zunächst zur neu gebauten Höllentalangerhütte. Von dort aus geht es weiter Richtung Knappenhäuser, wo über Jahrzehnte Erz und Blei abgebaut wurden. Der Weg teilt sich später und bietet den Wanderern zwei Möglichkeiten, auf den Osterfelderkopf zu kommen: über das Hupfleitenjoch oder über den Rinderweg. Nach einer Rast am Gipfel kann man sich von der Seilbahn vom Osterfelderkopf direkt ins Tal hinuntertragen lassen.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit dem Zug von München nach Garmisch-Partenkirchen, dort umsteigen in die Zahnradbahn zur Zugspitze. Ausstieg in Hammersbach.

Dauer (Aufstieg): vier Stunden

Höhendifferenz: ca. 1250 Meter

Einkehr: Höllentaleingangshütte, Höllentalangerhütte, Restaurant Alpspitz

Besonderheit: Die Höllentalklamm kostet Eintritt: fünf Euro für Erwachsene, zwei Euro für Kinder ab sieben Jahren und DAV-Mitglieder (Kinder: ein Euro).

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Eckbauer (1230 Meter) durch die Partnachklamm

Die Partnachklamm in Garmisch-Partenkirchen ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Quelle: DAH

Die Partnachklamm ist neben der Höllentalklamm die zweite große Schlucht in Garmisch-Partenkirchen. Man erreicht sie vom Parkplatz am Skistadion über eine Teerstraße, auch Pferdekutschen fahren dorthin. In der 700 Meter langen Klamm ragen die Wände bis zu 80 Meter steil nach oben. Am Ende der Schlucht führt der Weg über einen Treppensteig nach oben. Nach dem Forsthaus Graseck zweigt der Wanderer zum Gipfel ab. Der Rückweg ist über den Ortsteil Wamberg möglich - oder man setzt sich in die Bergbahn.

Anfahrt mit den Öffentlichen: mit dem Zug von München nach Garmisch-Partenkirchen, dort umsteigen in den Ortsbus 1 oder 2. Aussteigen an der Haltestelle Skistadion.

Dauer (Aufstieg): zwei Stunden

Höhendifferenz: 500 Meter

Einkehr: Berggasthof Eckbauer

Besonderheit: Die Partnachklamm kostet Eintritt: sechs Euro für Kurgäste, fünf Euro für einheimische Erwachsene sowie drei Euro für Kinder.

© SZ.de/infu/mmo/vewo
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