
Klassik:Sehr komische Oper
Bülent Ceylan darf bei der „Entführung aus dem Serail“ an der Staatsoper Berlin kritisch durch den Abend führen. Wie schlägt sich der Comedian als Mozarts Showmaster?

Bülent Ceylan darf bei der „Entführung aus dem Serail“ an der Staatsoper Berlin kritisch durch den Abend führen. Wie schlägt sich der Comedian als Mozarts Showmaster?

Exzentrisches Tableau der Verwüstungen des 20. Jahrhunderts: Die Oper Kassel wagt die erste szenische Aufführung der großen „Deutschen Symphonie“ des Komponisten Hanns Eisler.

Das Portal „Musethica“ transportiert klassische Musik in die Berliner Jugendstrafanstalt Plötzensee. Eine großartige Unternehmung, der der Berliner Senat gerade die finanzielle Unterstützung gestrichen hat.

Keine Tränen, kein Schaudern – und gerade deshalb gescheitert: Mit Matthias Pintschers neuem Werk „Das kalte Herz“ an der Berliner Staatsoper wird man nicht warm.

1929 geschrieben, jetzt zum ersten Mal in Berlin gezeigt: Was es mit Marc Blitzsteins kubistischer Bauhaus-Oper „Parabola and Circula“ auf sich hat.

Große Orchester kommen in die Stadt, um experimentelle Musik aufzuführen – das Berliner Musikfest ist jedes Jahr ein Feuerwerk der Ideen. Diesmal im Mittelpunkt: der postmoderne italienische Komponist Luciano Berio.

Das Festival „Young Euro Classic“ versammelt seit fast 30 Jahren Jugendorchester und damit die Zukunft der Klassik im Berliner Konzerthaus.

Händels Oper „Giulio Cesare in Egitto“ wird in Salzburg zum psychologischen Beziehungsdrama.

Eine strapaziöse große Komödie mit viel Musik und sehr viel Sprache: Christian Thielemann befeuert an der Berliner Staatsoper „Die schweigsame Frau“ von Richard Strauss.

Wo liegt die Zukunft der Klassischen Musik, mit der viele junge Menschen so wenig anfangen können? Antworten auf diese Frage sucht der Dirigent Ingo Metzmacher, der die Salzburger Festspiele mit Hans Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa“ eröffnet.

In der männerlastigen Klassikszene passiert etwas: Überragende Dirigentinnen wie Anja Bihlmaier erobern gerade Opernhäuser und Konzertsäle. Eine Begegnung in Berlin.

Kent Nagano verabschiedet sich in Hamburg als Generalmusikdirektor mit „Die dunkle Seite des Mondes“ der Komponistin Unsuk Chin. Das Stück verknüpft Quantenphysik mit Psychoanalyse - und eine rätselhafte Handlung mit gewaltiger Musik.

Die Berliner Philharmoniker erinnern an die Schicksale von vier jüdischen Mitgliedern des Orchesters – mit Stolpersteinen und einem Konzert.

Kirill Serebrennikow bringt in Berlin Mozarts „Don Giovanni“ mit dem tibetanischen Totenbuch zusammen – und verrätselt dadurch das vertrackte Erotikstück endgültig.

Das Festival MaerzMusik in Berlin, ein Kinderbuch als Einschlafhilfe und ein Album voll schwarzer Magie. Die Kulturempfehlungen der Woche aus dem SZ-Feuilleton.

Ein Saxofonist, der im zarten Alter von 100 Jahren sein Solodebüt vorlegt, ein Ostberliner Architektenepos, das stark nach Kino klingt und ein westdeutscher Bahnhof, der vom Verkehrsknoten für Kulturerlebnisse wurde: Empfehlungen aus dem SZ-Feuilleton.

Wenn Tobias Kratzer, der begehrteste Opernregisseur der Gegenwart, in Berlin Richard Strauss’ „Frau ohne Schatten“ inszeniert, führt das auf fulminante Weise in den Waschsalon.

Alles geht zu Ende? Noch nicht: György Kurtágs Beckett-Oper „Fin de partie“ an der Berliner Staatsoper.