bedeckt München 19°
vgwortpixel

Subaru Levorg im Test:Wenn der Normverbrauch zur Makulatur wird

Subaru Levorg

Seit September zu haben: Der neue Levorg von Subaru.

(Foto: Stefan Boman/Subaru)

Der Subaru Levorg könnte der passende Kombi für Individualisten sein. Doch sein Durst ist so groß, dass es nicht mehr zu rechtfertigen ist.

Die Eigenwilligkeit fängt schon beim Namen an. Levorg, das klingt, als ob ein kreativer Werbetexter irgendein Fabelwesen aus dem "Herrn der Ringe" vor Augen gehabt hätte. In Wirklichkeit ist der Name eine Hausgeburt. In der Zentrale des japanischen Mischkonzerns Fuji Heavy Industries, zu dem Subaru gehört, wurde einfach aus den Worten Legacy, Revolution und Touring das Kunstwort Levorg gebildet.

Was aber eine Menge darüber verrät, wie Subaru selbst seine Neuschöpfung sieht, die seit September zu haben ist. Sie ersetzt den Legacy, dessen Produktion für Europa Ende 2014 eingestellt wurde. Ein Verkaufshit war der Legacy in Deutschland nicht gerade, seit seiner Markteinführung im Jahr 1989 wurden gerade mal etwa 68 000 Exemplare verkauft. Doch der Levorg soll andere Akzente setzen. Bei Subaru läuft er unter der Bezeichnung "Sportstourer". "Wir möchten durchaus Familien ansprechen, die einen Kombi wollen, aber auch ein sportliches Auto", sagt Subaru-Sprecherin Andrea Wolf.

Subaru Outback Kultiviert trinkfest
Test
Subaru Outback im Test

Kultiviert trinkfest

Der neue Outback ist das ausgewogenste und bequemste Auto, das Subaru je gebaut hat. Ein paar Marotten hat sich der Kombi aber bewahrt.   Von Thomas Harloff

Der Levorg fällt auf

Ursprünglich war der Levorg nur für den japanischen Markt konzipiert, auch in den in den USA ist er nicht zu haben. Doch die Europäer bedrängten die japanische Zentrale, den Wagen auch für den europäischen Markt verfügbar zu machen. Vermutlich, weil sie auf die Chance hoffen, mit dem Levorg, der schon optisch aus der eher rustikalen, offroad-tauglichen Subaru-Palette herausfällt, im umkämpften Markt der Mittelklasse-Kombis eine auskömmliche Nische zu besetzen.

Diese Hoffnung ist nicht unberechtigt, schon vom Erscheinungsbild sticht der Levorg heraus. Von hinten sieht er zwar aus wie ein x-beliebiger Suzukitoyotaseatskodaford, aber von vorne fällt er auf. Das liegt vor allem an der markanten Lufthutze in der Motorhaube, die suggeriert, dass hier ein Monstertriebwerk ständige frische Luft zugefächelt bekommen muss. Tatsächlich sitzt unter der Hutze der Ladedruckkühler für den Turbo, aber der verrichtet sein Werk auch ohne Frischluft von außen. "Das ist heute mehr ein Designelement als technische Notwendigkeit", räumt Wolf ein.

Auch motormäßig beschreitet Subaru mit dem Levorg ganz eigenwillige Wege. Dass unter der Haube ein wassergekühlter Vierzylinder-Boxermotor eingebaut ist, versteht sich bei Subaru fast von selbst. Wasserboxer gibt es sonst nur noch bei Porsche. Auch der serienmäßige Allrad-Antrieb gehört zur Subaru-Philosophie.