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Simson e-Schwalbe:Die Schwalbe fliegt wieder

Der legendäre Simson-Motorroller, der einst die DDR bewegte, wird neu aufgelegt - in Retro-Design, aber mit Elektromotor.

Man nannte sie liebevoll die Vespa des Ostens, und sie gehört zu den Reminiszenzen an die Deutsche Demokratische Republik - ebenso wie der Trabi, der Rotkäppchensekt oder die Spreewaldgurken: die Simson Schwalbe.

Simson e-Schwalbe

Neustart einer Ost-Legende?

Ein Moped, das in der ehemaligen DDR hunderttausendfach durch Alleen und über Kopfsteinpflaster knatterte, einen hellblauen Zweitakt-Kringel hinter sich herzog und heute längst zum Kult- und Sammlerstück geworden ist.

Jetzt, fast 25 Jahre nach dem Ende der Produktion im thüringischen Suhl, soll es einen Neuanfang an historischem Ort geben: Im nächsten Frühjahr will die efw-Suhl GmbH die e-Schwalbe auf den Markt bringen - ein Moped, das das charakteristische Erscheinungsbild des DDR-Klassikers mit einem modernen Elektroantrieb verbindet.

"Elektromobilität ist die Zukunft", erklärt Thomas Martin, einer der beiden Geschäftsführer des vom Energieunternehmen Entega initiierten Projekts, "allerdings wecken die Fahrzeuge, die bislang angeboten werden, keine Emotionen - und das wollen wir ändern."

War die Ur-Schwalbe noch mit einer Blechkarosse und Hilfsrahmen unterwegs, stützt sich der neue Elektroroller auf einen Gitterrohrrahmen, in den wahlweise eine Blei-Nickel-Batterie oder eine Lithium-Ionen-Batterie eingesetzt werden können. Sie sollen für die notwendige Antriebsenergie sorgen.

Und die wird nicht, wie allgemein üblich, über einen Radnabenmotor im Hinterrad weitergegeben, sondern über eine Kette - genau wie einst beim Original.

Piaggio Ape

Nicht summen, sondern knattern