Was sind die Konsequenzen aus der gigantischen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko? Die Kumpanei zwischen Ölkonzernen und Industriegesellschaften muss ein Ende haben.
Der US-Präsident bläst sich mal wieder ordentlich auf. Den BP-Konzern, so schimpft der aufgebrachte Mann im Weißen Haus nach sechs Wochen andauernder Ölpest im Golf von Mexiko, werde er "vor Gericht bringen".
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Protestschild gegen BP und US-Prädient Obama im US-Bundesstaat Louisiana. (© ap)
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Anwälte laufen sich bereits warm, um gewaltige Schadenersatzklagen gegen den britischen Ölkonzern BP anzustrengen, dessen Bohrinsel am 20. April vor der Küste von Louisiana gesunken war und eine Ölkatastrophe von nie gesehenem Ausmaß zu verantworten hat.
Es ist richtig, dass amerikanische Regierung und Bürger nach Gerechtigkeit suchen. Es ist verständlich, dass sie den Konzern BP, der mit seinem Öl jedes Jahr Milliarden Dollar verdient, zur Verantwortung ziehen wollen. Es entspricht dem Rechtsempfinden der Menschen, dass derjenige, der einen unübersehbaren Schaden an Natur und menschlichen Existenzen anrichtet, zur Rechenschaft gezogen wird, vor allem wenn er auch noch zugeben muss, dass er die Vorsorge vernachlässigt hat.
Doch jetzt nur auf den BP-Konzern einzudreschen, wäre zu einfach. Es geht um mehr als um einen profitgierigen Konzern und ein unfähiges Management. Die Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt in bedrückender Deutlichkeit, dass die Interessen von BP und die der größten Wirtschaftsmacht der Welt aufs Engste verknüpft sind.
Der Ölkonzern schafft neben Konkurrenten wie Exxon oder Shell den Schmierstoff heran, den die USA und alle Industrienationen brauchen, um ihre Wirtschaft in Gang zu halten und den Lebensstandard ihrer Bürger zu halten. Wir sind alle BP.
Dass die Ölkonzerne mit ihren Bohrungen in immer größere Tiefen unter dem Meer vordringen müssen und damit auch den Tod über ganze Fischregionen bringen, wurde bisher als bedauerliche Begleiterscheinung der auf Erdöl basierenden Weltwirtschaft akzeptiert.
Dass private und staatliche Ölkonzerne angesichts drohender Ölknappheit in Kanada oder Afrika ganze Regionen umpflügen, um auch noch aus dem letzten Körnchen Sand ein wenig von dem Energieträger herauszuquetschen, wird von Industrie, Politikern und Medien sogar als Großleistung einer Branche gefeiert, die für die Zukunft der Menschheit sorgt.
Die noch immer verbreitete und falsche Behauptung, Öl sei noch lange ausreichend verfügbar, beruht auf der fahrlässigen Annahme, dass auch Lagerstätten angezapft werden können, die nur unter großen Risiken erreichbar sind. Und noch immer gilt der gesellschaftliche Konsens, dass alles gerechtfertigt ist, was den Ölpreis niedrig hält.
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Trotz Kälte genug Strom
Dies ist doch nur eine Friedliche Übernahme des davor liegenden Landes. Wenn es Öl im Golf gibt ja was glaubt ihr wie viel Öl es dann an Land gibt.
Der Mensch geht schon weg wenn es dreckig und nicht mehr Lebenswet ist. Warum sonst ist dieses Leck immer noch nicht dicht? Ihr müsst nicht immer alles glauben was in der Zeitung steht sonder mal nachdenken. BP wird Fusionieren und heist dann Shell und in 2 Jahren denkt keiner mehr drüber nach.
Ich bin nicht BP und will es auch nie sein. Es gibt auch keine Kumpanei zwischen BP und den Industriegesellschaften. Es gibt nur eine Kumpanei, eine Verpflechtung, einen Filz zwischen Banken, Wirtschaftsmultis (wie z.B. BP) und Regierungen und Abgeordneten. Schmiergelder, Parteienspenden, lukrative Jobs nach der Politiker-Karriere und Gefälligkeitsgesetze und Verordnungen bestimmen das Bild. Die Gewinne von BP streichen also nicht nur deren Aktionäre ein, sondern auch die Politiker und Parteien. Den Schaden wird, wie immer der kleine mann bezahlen. Nicht BP leidet unter verschmutzten Stränden, sondern der normale amerikanische Bürger. Man muß nicht zuerst Ordnung bei BP machen, sondern bei der Regierung und dem Parlament.
"Und alles , was entsteht , ist wert , dass es zugrunde geht !" (Mephisto in Goethes Faust) -... daran denke ich unwillkürlich , wenn ich auf dem Parkplatz des Lebensmittelmarktes die SUVs unserer Einkommenselite bemerke , die Einkaufswägelchen mit den 40 cm breiten Walzen ...
Fahren Sie Auto?
weil wir durch unsere Wählerstimme, unser einziges Mittel, keine Partei der Welt dazu bringen können, Gesetze zu machen, die solch ein Unglück verhindern können. Der Einzelne ist machtloser Zuschauer ungebändigter Geldgier.