Der Bahnhof in Uelzen ist etwas ganz Besonderes. Gestaltet nach Plänen des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser, sauber und kundenfreundlich, wurde er schon einmal zum "Bahnhof des Jahres gekürt". Mit einem kann der Bahnhof des 34.000 Einwohner-Hansestädtchens jedoch nicht dienen: Er liegt nicht in Hamburg. Genau das dachte eine Französin aus Paris.

Zwei große Koffer hatte sie dabei, gepflegt sah sie aus. Mit dem Regionalzug kam die Frau an der Endstation an und wähnte sich in der Elb-Metropole. In Uelzen meldete sich die 39-Jährige bei der Polizei, weil sie aufgrund fehlender Deutschkenntnisse keine Unterkunft fand. Die Polizisten besorgten ihr ein Hotelzimmer. Am nächsten Tag erkundete sie Uelzen mit dem Taxi - und landete schließlich wieder bei der Polizei. Wie sich herausstellte, dachte die Pariserin die ganze Zeit, sich in Hamburg zu befinden. Die Beamten halfen der 39-Jährigen, eine Fahrkarte zu lösen und setzten sie in den richtigen Zug - nach Hamburg.

Dass es nichts mit dem Alter zu tun haben muss, wenn man nicht weiß, wo man gelandet ist, zeigt auch der folgende Fall:

Bild: dpa 14. Januar 2014, 17:112014-01-14 17:11:08 © Süddeutsche.de/dd/reek/harloff