Mahnung von Putin "Europas Friede ist zerbrechlich"

Wladimir Putin während seiner Rede vor dem Moskauer Denkmal für die russische Armee im Ersten Weltkrieg

(Foto: REUTERS)

Putin nutzt eine Rede zum Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren als Seitenhieb: Der Krieg von 1914 bis 1918 solle als abschreckendes Beispiel dienen, sagte Russlands Präsident. Der Friede in Europa sei fragil.

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"Die Menschheit sollte längst begriffen und die wichtigste Wahrheit anerkannt haben: Gewalt erzeugt Gewalt." Frieden und Wohlstand seien nur durch "guten Willen und Dialog" zu erreichen. Dies seien die Lehren aus Kriegen, sagte der Kremlchef bei der Einweihung eines Denkmals für die Opfer des Ersten Weltkriegs in Moskau.

Der Erste Weltkrieg, sagte Putin, sei ein "tragisches Beispiel" dafür, was passiere, wenn sich Menschen nicht zuhörten oder respektierten. "Er erinnert uns daran, wozu Aggression und Egoismus, maßlose Ambitionen der Staatenführer und politischen Eliten führen, die sich über den gesunden Menschenverstand erheben", sagte Wladimir Putin weiter. Dieser Ehrgeiz habe "den sorgenfreiesten Kontinent der Welt, Europa", ins Chaos geführt.

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Russland habe immer nach Frieden gestrebt, sagte Putin. Gleichzeitig sei sein Land aber bereit, Angriffe von außen abzuwehren.Vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs habe Russland sein Bestes getan, um den Konflikt zwischen Serbien und Österreich-Ungarn friedlich zu lösen, ergänze der Kreml-Chef. "Aber Russland wurde nicht erhört und musste seinen slawischen Brüdern zu Hilfe kommen und sich selbst und seine Bürger gegen eine Aggression aus dem Ausland verteidigen."

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