Im UN-Sicherheitsrat hat sich Deutschland bei der Abstimmung über Luftschläge in Libyen enthalten. Jetzt soll die Bundesregierung die Nato aber doch im Kampf unterstützen - mit Waffentechnik.
Trotz der deutschen Enthaltung beim UN-Mandat für den Libyen-Einsatz will die Bundesregierung der Nato offenbar bei ihren Angriffen künftig helfen. Es liege eine Anfrage der Nato Maintainance and Supply Agency (Namsa) auf Unterstützung vor, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montagabend. Besonders konkret wurde er aber nicht: "Es ist die grundsätzliche Bereitschaft signalisiert worden, unterstützend tätig zu werden."
Anzeige
Spiegel Online hatte zuvor berichtet, Verteidigungsminister Thomas de Maizière habe damit auch genehmigt, dass die Bundeswehr den Alliierten für die Luftschläge einzelne Teile für Bomben, und auch ganze Geschosse liefern dürfe.
Die generelle Anfrage der Namsa sei bereits Anfang vergangener Woche bei der Bundesregierung eingegangen. Eine konkrete Anfrage der Nato gebe es noch nicht, aber es werde mit einer detaillierten Anforderung an die Bundeswehr in den nächsten Tagen gerechnet.
Bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über den Libyen-Einsatz im März hatte sich Deutschland enthalten. Dies war bei den Nato-Verbündeten - allen voran den USA, Großbritannien und Frankreich - auf großes Unverständnis gestoßen. Die Entscheidung sorgte auch innerhalb der schwarz-gelben Koalition für Kritik.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Thema
- Krieg in Libyen RSS
- Krieg in Libyen Strafgerichtshof erlässt Haftbefehl gegen Gaddafi 27.06.2011
- Libyen Spitzenfußballer laufen zu Rebellen über 26.06.2011
- Abstimmung im US-Kongress Abgeordnete verweigern Obama Ja zum Libyeneinsatz 24.06.2011
- Krieg in Libyen: Tote Zivilisten Libyen bezichtigt Nato des Terrorismus 20.06.2011
- Krieg in Libyen Gaddafi droht Europa mit Anschlägen 01.07.2011
- Krieg in Libyen Pariser Alleingang: Waffen für die Rebellen 30.06.2011
- Krieg in Libyen Obama verteidigt sich 29.06.2011
(Reuters/dpa/jab)
Die Waffenlieferungen an die NATO-Partner finde ich im Prinzip schon ok. Vor dem Hintergrund der Neutralitätsbekundungen der Bundesregierung ist das aber inkonsequent und peinlich.
"Kann mir mal jemand - abgesehen vom ÖL - mitteilen, warum das Abschlachten der Demokratiebewegung
in Syrien im Gegensatz zu Libyen in Ordnung ist?"
Und können Sie mir sagen, warum Sie hier zwar Syrien, aber nicht die US-Protektorate Bahrein und den Jemen erwähnen????
"Wenn ich schon andere losschicke, die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen, sollte ich ihnen wenigsten einen Löffel mitgeben."
Und sie nennen andere "Realitätsverweigerer" während sie so einen geballten Dummfug vom Stapel lassen!?! :-))))
"Ich" (bzw. die Deutschen) habe niemanden losgeschickt die armen Libyer in Grund und Boden zu bomben und deshalb sehe "ich" auch nicht ein, warum "ich" einen verbrecherischen, vollkommen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg unterstützen sollte.
Der kleine Franzose, der bombende Friedennobelpreisträger und der gescheiterte Engländer wollten unbedingt einen Ausflug in die glorreiche Kolonialvergangenheit unternehmen. Drum können die gefälligst selber schauen, wie sie dort wieder aus dem Schlamassel kriechen.
und beteiligt sich in Kriegen für Wirtschaftsvorteile.
Dieser scheußliche Krieg in Libyen, verfolgt durch NATO um die Ölversorgung zu sichern (weil er nichts mit der Demokratie zu tun hat), ist gerade ein anderes Beispiel Deutschlands längst vergessenen Grundgesetz, und die Annahme der Kolonialpolitik.
in Syrien im Gegensatz zu Libyen in Ordnung ist?
Paging