Das schwarz-gelbe Kabinett: Schäuble kümmert sich um Finanzen, um die Wirtschaft der Liberale Brüderle, Guttenberg wird Verteidigungsminister. Weitere Überraschungen folgen.
Das neue schwarz-gelbe Bundeskabinett steht. Schon vor dem offiziellen Abschluss der Koalitionsverhandlungen wurde die Verteilung der Ministerien bekannt.
Die Entscheidung ist gefallen: Wolfgang Schäuble (CDU, links) wird Finanzminister in Angela Merkels schwarz-gelbem Kabinett. Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, rechts) wird Verteidigungsminister. (© Fotos: ddp, dpa)
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Eine überraschende Entscheidung von Kanzlerin Angela Merkel betrifft das Finanzministerium: Dorthin wird der bisherige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wechseln. Damit wird Rainer Brüderle von der FDP Wirtschaftsminister. Er tritt die Nachfolge von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an, der das Verteidigungsressort übernimmt.
Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts deutet darauf hin, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel für zentrale Ziele im Koalitionsvertrag Konzessionen bei der Verteilung der Ressorts gemacht hat. Anders als von der FDP gefordert, wird es bei wichtigen politischen Symbolthemen wie dem Kündigungsschutz und der betrieblichen Mitbestimmung keine Änderungen geben, weil die Kanzlerin und prominente CDU-Ministerpräsidenten keinen Konflikt mit den Gewerkschaften eingehen möchten. Außerdem kommt mit Schäuble der neue Finanzminister aus der CDU. Im Gegenzug erhält die CDU nur sieben, die CSU drei und die FDP fünf Posten im Kabinett.
Vizekanzler und Außenminister wird FDP-Chef Guido Westerwelle. Da die FDP nicht das Finanzministerium erhält, fällt ihr das Wirtschaftsministerium zu. Dies wird Brüderle übernehmen. Außerdem wird die FDP drei weitere Minister stellen: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erhält das Justizressort, der bisherige FDP-Generalsekretär Dirk Niebel wird Entwicklungshilfeminister.
Eine Überraschung ergab die Besetzung des Gesundheitsministeriums. Es wird künftig vom Landeswirtschaftsminister in Niedersachsen, Philipp Rösler, geleitet. Bis zuletzt hatte es geheißen, Rösler werde in Hannover bleiben.
Die CSU erhält zwei neue Ressorts. Neben dem künftigen Verteidigungsminister zu Guttenberg wird der bisherige CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer ins Verkehrsministerium wechseln. Im Amt bleibt Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner.
Jung wird Arbeitsminister
Für die CDU werden künftig sieben Minister im Kabinett von Angela Merkel vertreten sein. Und auch dabei gab es zwei Überraschungen. Neben dem neuen Chef des Finanzministeriums, Wolfgang Schäuble, kommt vor allem die Berufung des bisherigen Verteidigungsministers Franz Josef Jung unerwartet. Er soll künftig das Arbeitsministerium führen.
Der bisherige Kanzleramtsminister Thomas de Maizière galt schon bisher als Kandidat für das Bundesinnenministerium, das er künftig führen wird. Neu ins Kabinett kommen Ronald Pofalla und Norbert Röttgen - Pofalla, der bis dato Generalsekretär der CDU war, als neuer Chef des Kanzleramts, Röttgen, bisher parlamentarischer Geschäftsführer der CDU, als Umweltminister. Im Amt bleiben Annette Schavan als Bildungsministerin und Ursula von der Leyen als Chefin des Familienressorts.
Lob von der SPD
Hermann Gröhe, bisher Staatssekretär im Bundeskanzleramt, wird neuer CDU-Generalsekretär und damit Nachfolger von Ronald Pofalla. CSU-General Alexander Dobrindt macht sich Hoffnung auf den Vorsitz der CSU-Landesgruppe; allerdings könnte auch der stellvertretende Fraktionschef der Union, Hans-Peter Friedrich, gewählt werden. Birgit Homburger, Verteidigungsexpertin der FDP, soll offenbar Fraktionschefin der Liberalen werden.
Die Nominierung Schäubles zum Finanzminister stieß auf Zustimmung bei der SPD. "Eine seriöse Lösung für eine unseriöse Politik", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Joachim Poß der Süddeutschen Zeitung. Zugleich übte er Kritik an den haushaltspolitischen Beschlüssen der künftigen Koalition. Schäuble müsse jetzt sicherstellen, dass Union und FDP die Verfassung einhielten.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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...wie kann er es wagen! Und dann auch noch in deutsch!
Präsi
Über kompetent kann man ja streiten, sind ja nur drei csuler drtin, aber sympatisch?
Pofalla, Westerwelle, Rösler, Schäuble, Ramsauer, Schavan? Da würden mir ja viele Bezeichnungen einfallen, aber sympathsichß Nein.
Oje, jetzt wird der smarte Karl-Theodor doch tatsächlich an die Front geschickt. War wohl doch nicht so der Burner als Wirtschaftsminister und das trotz der vielen PR.
Er wird abgelöst von Brüderle, der immer mal wieder seine sprachlichen Nuschelzeiten hat. über deren Grund man spekulieren kann und bei denen einem sofort ein altes Schunkellied einfällt, das zudem noch so gut passt zu seinem Namen. Doch er wird das schon schaffen. Aber der arme Schäuble, er muss doch tatsächlich sein sorgfältig gepäppeltes Baby namens Generalüberwachung in Pflege in bislang unbekannte Hände geben,und was aus seiner der heiligen Ursula wird, darüber weiß man auch noch nix Genaues nicht. Denn der FDP steht ja so manches Pöstchen zu, jawoll, jaja und deshalb wird hin und her geschoben, bis es passt, egal, wer wo hin kommt.
Der Sieger aber heißt Westerwelle, er wird Vize und ist in mehrfacher Hinsicht geradezu prädestiniert als Außenminister, nicht zuletzt wegen seines besonders einnehmenden, verbindlichen Wesens, mit dem erst kürzlich ein britischer Journalist Bekannschaft machen durfte.
Beides richtig - aber gut dass letzterer doch nun zum zweiten mal vom Wähler vom Hof gejagt wurde. Er konnte es einfach nicht.
abschaffen weil wir ein anderes Abschreckungsmittel haben.
Paging