Eklats bei UN-Vollversammlungen"Der Teufel war gestern hier"

Zum Schaulaufen der Mächtigen versammeln sich die Staatenlenker wieder in New York. Bei der UN-Vollversammlung spielt Symbolik oft eine größere Rolle als Themensetzung. Auch deshalb kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Eklats: Arafat trug ein Pistolenhalfter, Gaddafi zeriss die UN-Charta und Chávez schimpfte über den US-Präsidenten. Die aufsehenerregendsten Auftritte.

Zum Schaulaufen der Mächtigen versammeln sich die Staatenlenker heute wieder in New York. Bei der UN-Vollversammlung spielt Symbolik oft eine größere Rolle als Themensetzung. Auch deshalb kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Eklats: Arafat trug ein Pistolenhalfter, Gaddafi zeriss die UN-Charta und Chávez schimpfte über den US-Präsidenten. Die aufsehenerregendsten Auftritte.

Bei der diesjährigen Generaldebatte der UN-Vollversammlung soll es geschäftiger als jemals zuvor zugehen - so hat es Generalsekretär Ban Ki Moon in Aussicht gestellt. Tatsächlich gäbe es viel zu tun: Eine Lösung im Syrien-Konflikt steht noch immer aus, seit Monaten gibt es heftige Diskussionen um das iranische Atomprogramm - und die tödlichen Proteste wegen eines in den USA produzierten islamfeindlichen Videos haben die Lage in einigen muslimischen Ländern verschärft.

Allerdings ist die UN-Vollversammlung nicht dafür bekannt, konkrete Ergebnisse zu erzielen. Das liegt auch an der Struktur des Gremiums: Jedes Land hat genau eine Stimme. Im September, zu Beginn des Sitzungsjahres, kommen Vertreter aller 193 Mitgliedsstaaten in New York zusammen. Jeder darf 15 Minuten lang reden - das Thema ist egal. Eine Regelung, die in den vergangenen Jahren immer wieder Eklats provoziert hat.

Bild: AP 25. September 2012, 19:122012-09-25 19:12:16 © Süddeutsche.de/dapd/dpa/anri/segi/rus