Der frühere CSU-Chef Stoiber kommentiert die Reibereien mit den Liberalen - FDP-Chef Westerwelle kritisiert abermals die CSU.

Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber verteidigt die Attacken von Parteichef Horst Seehofer auf die FDP. Stoiber sagte der Tageszeitung Die Welt, die FDP sei zwar der "Wunschpartner" der Union, aber "auch Wettbewerber".

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Nannte FDP-Chzef Guido Westerwelle vor einigen Jahren noch einen "Leichtmatrosen": Edmund Stoiber (© Foto: dpa)

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Er fügte hinzu: "Bei der Verschärfung des Sexualstrafrechts, bei der Familienpolitik, in Fragen der Agrarpolitik haben wir andere Ansichten, und die müssen CSU und CDU herausstellen."

Stoiber lobte zugleich, Seehofer habe "die CSU in München und Berlin wieder zur alten Schlagkraft geführt".

Mit Politikern wie Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg oder dem bayerischen Umweltminister Markus Söder und Finanzminister Georg Fahrenschon in München sowie "mit vielen anderen aus dieser hoffnungsvollen Generation" könne die CSU "beruhigt in die Zukunft blicken".

Stoiber betonte: "Darum beneidet uns auch die CDU."

Westerwelle: Die Union wackelt

FDP-Chef Guido Westerwelle kritisierte dagegen die "irrationalen Attacken der CSU" auf seine Partei. Er sagte der Passauer Neuen Presse: "Es gibt in der Union zu viel Wackelei. Viele setzen insgeheim auf die Fortsetzung der großen Koalition." Dies sei ein Fehler.

Im Handelsblatt unterstrich der FDP-Vorsitzende, die CSU schieße immer noch auf das falsche Tor: "Der Gegner steht links."

Zur Kritik Seehofers an der Sozialpolitik der Liberalen sagte Westerwelle: "Eine starke FDP wird direkt nach der Wahl in ein familienfreundliches Steuersystem einsteigen." Eine sozialere Steuerpolitik habe Deutschland noch nicht gesehen.

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(ddp-bay)