RTL-Dschungelcamp: Tag acht Die Tränen des Ricky Rücksichtslos

Mann mit Hang zum Drama: Ricky Harris.

(Foto: RTL)

Tag acht im australischen Busch: Der mieseste Schauspieler des Camps tritt auf. David Ortega und Rolf Zacher gehen ab.

TV-Kritik von Johanna Bruckner

Das ist passiert: Stellen wir die Kategorie ausnahmsweise zurück.

Der schlechteste Schauspieler im Camp ist seit Tag acht: Ricky Harris. Und das will was heißen bei dieser Kandidatenrunde, die szenenweise an die Lustige Laienspielgruppe Remscheid erinnert! Aber zurück zum Mann, der auf dem Kopf halb Marley, halb Mönch ist: Erst lamentiert Ex-Nachmittagstalker Ricky am Lagerfeuer, weil ihm Vera am Mittag irgendwann in den Neunziger sein blinkendes Namensschild weggenommen habe. Überhaupt sei das ein hartes Business gewesen, voller Neid und Missgunst: "Ich hab' das Gefühl, dass, was die Kollegen betrifft, ich der Buhmän war." Buhu.

Wirklich zum Heulen wird es dann in der Dschungelprüfung: Helena Fürst muss zum achten Mal ran und erwählt Ricky als partner in whine. Der bekommt den ersten hysterischen Anfall, als er hört, dass er angeseilt über eine Hängebrücke in 70 Metern Höhe laufen soll. Helena, die den luftigen Parcours mit verbundenen Augen unter Rickys Anweisung bewältigen soll, tröstet. Aber wie das so ist im Leben, Undank ist des Puli-Welpen Lohn. Minuten später ist Rickys panische Höhenangst vergessen. Er macht auf Rumpelstilzchen, hüpft auf den schwankenden Planken herum und brüllt Anweisungen: "Diskutier nicht mit mir, tu es einfach!"

Frau ohne Durchblick: Helena Fürst bei der Dschungelcamp.

(Foto: RTL)

Nur: Helena will nicht oder kann nicht. Sie beendet die Prüfung, bevor sie einen einzigen Stern eingesammelt hat. Am Ende geht Ricky die Brücke selbst entlang, einmal vor und wieder zurück. Der selbsternannte "König" ist trotzdem tief ergriffen von der eigenen Leistung: "Das geht hier sooo tief rein." Und wo er schon mal eine Kamera vor dem Gesicht hat, tritt Ricky gleich noch gegen Helena nach: "Ihr sollt sie jeden Prüfung wählen, weil mit diese Einstellung ist sie keine Teamplayer", appelliert er an die Zuschauer.

Zurück im Camp will er sich an diesen Aufruf nicht mehr so wirklich erinnern. Da fällt selbst dem erklärten Fürst-Feind Thorsten Legat nur noch ein Wort ein: Buuuh!

Jetzt aber - das ist sonst noch passiert: RTL tischt als Belohnung für die erfolgreiche Dschungelprüfung des Vortages Känguru-Extremitäten auf. Jürgen Milski findet: "Also wenn man acht Sterne holt und kriegt 'nen Känguruschwanz geliefert, dann ist das für mich 'ne Verarschung." Wissengschaftler David Ortega hält sich nicht mit Emotionen auf, sondern liefert Fakten: "Ich weiß aus vielen Berichten, dass in 'ner Grobstatistik viele Menschen nicht auf Fasern stehen im Fleisch, also diese ganzen harten Sachen wie Knorpel." Und Sophia Wollersheim versucht ihre Ration an Mitcamperin Jenny Elvers abzugeben: "Krass, magst du meinen Schwanz haben?"