Ausstellung in Nürnberg Instagrammer zeigen neue Seiten von #Bratwurstcity

In Nürnberg lässt es sich angenehm leben, wie dieses Bild der Pegnitz im Stadtteil St. Johannis beweist.

(Foto: Tam.Erdt)

Jenseits von Lebkuchen-Bratwurst-Kaiserburg: Eine Ausstellung präsentiert Bilder von Nürnberg, die sonst nur auf Instagram zu sehen sind - und ziemlich urban wirken.

Von Olaf Przybilla, Nürnberg

Besucher eines Museums für Kommunikation dürften darauf eingestellt sein, dass Informationsübermittlung heute nicht mehr ausschließlich an Faxgerät und Fernsprecher stattfindet. Aber sicher ist sicher und so können sich Interessierte der Ausstellung "#städte_erleben. Instagram-Fotos analog" zunächst in Grundlegendes einlesen. Was etwa ein InstaWalk ist: "Setzt sich zusammen aus Instagram und Spaziergang. Igers treffen sich zum gemeinsamen Entdecken und Fotografieren. Gegebenenfalls wird vorher ein Hashtag als Motto festgelegt."

Das ist gut, könnte aber neue Fragen aufwerfen. Diesen aber nimmt sich das Nürnberger Museum, offenbar um Vermittlung zwischen den Generationen bemüht, gleich ebenfalls an. Es erklärt Hashtag als "Verschlagwortung von Inhalten auf Social-Media-Plattformen" und Iger als "Kurzform von Instagrammer, die die NutzerInnen der Foto-App Instagram bezeichnet". Fein.

Es geht aber auch einfacher. Menschen, die gerne Fotos machen, diese üblicherweise aber nur im Internet zur Ansicht geben, haben ihre Bilder dem Museum zur Verfügung gestellt. Und weil - Achtung! - Igers eher zur jüngeren Generation gehören und mit der Bildsprache von Marketingmenschen meist wenig am Hut haben, ist jetzt bis zum 26. November ein Bild von Nürnberg zu sehen, das sich vom gängigen Dreierlei aus Lebkuchen-Bratwurst-Kaiserburg doch nachdrücklich unterscheidet.

Parallel haben Igers auch in Berlin ihre InstaWalks veranstaltet - und siehe da: Wenn man die Aufnahmen so nebeneinander sieht, weiß man nicht gleich, was Bundeshauptstadt ist und was Bratwurstcity.

So sieht das hippe Nürnberg aus

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