Verschwörungstheorien:"Die gefälschte Mondlandung"

"Ein kleiner Schritt für einen Menschen", sagte US-Astronaut Neil Armstrong, als er am 21. Juli 1969 - knapp sieben Stunden nach der Landung am 20. Juli - die Mondoberfläche betrat ... und "ein großer Betrug an der Menschheit", wollen viele Verschwörungstheoretiker hier einwerfen.

Edwin E. 'Buzz' Aldrin Jr.

Edwin Aldrin steht am 21. Juli 1969 neben einer US-Flagge auf dem Mond. Oder auch nicht, sagen Verschwörungstheoretiker - und weisen auf das Wehen der Fahne hin. Wie kann auf dem Mond eine Fahne wehen, wenn es dort keine Atmosphäre gibt? Die Antwort auf diese Frage ist einfach ... 

(Foto: AP)

Bereits in den siebziger Jahren gab es die ersten Zweifler am Erfolg der Apollo-11-Mission und ihrer Nachfolger, und bis heute hält sich in manchen Kreisen die Überzeugung, die Amerikaner hätten die Mondlandung in einem Filmstudio gespielt, um während des Kalten Krieges eine technische Überlegenheit über die Sowjetunion zu demonstrieren, die es gar nicht gab.

Als Beleg für eine Täuschung führen die Anhänger der Verschwörungstheorie zum Beispiel Schatten auf verschiedenen Bildern an, die auf mehr als eine Lichtquelle hindeuten sollen: Statt der Sonne hätten mehrere Scheinwerfer die Szenerie ausgeleuchtet. Auch eine US-Flagge, die in einem Luftzug zu wehen scheint, gilt als Indiz.

Sämtliche vorgebrachten Zweifel konnten von Wissenschaftlern bisher ausgeräumt werden, alle auf den ersten Blick verwirrenden Beobachtungen lassen sich gut erklären. So weht die Fahne auf dem Foto nicht, sondern wird von einem Stab in der Horizontalen gehalten. Die Falten, die beim Errichten entstanden sind, sind auf einem zweiten Foto noch exakt gleich.

Auch müssen sich die Verschwörungstheoretiker fragen lassen, wieso die Sowjets die Täuschung nicht sofort durchschauten. Die Technik, um den Flug der Apollo-11-Mission zu überwachen, existierte auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.

Eine ausführliche Widerlegung der Verschwörungstheorie finden Sie unter http://www.apollo-projekt.de.

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