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Technik - Mainz:Künstliche Intelligenz muss menschlichen Regeln folgen

Mainz (dpa/lrs) - Experten für Künstliche Intelligenz (KI) haben davor gewarnt, Verantwortung etwa in der Produktion komplett an die Technik abzugeben. "Wenn wir uns zum Sklaven machen, haben wir ein Problem", sagte Martin Ruskowski bei einem Branchen-Gespräch des Wirtschaftsministeriums am Donnerstag in Mainz. Ruskowski ist Leiter des Forschungsbereichs Innovative Fabriksysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern. Stattdessen müsse KI Regeln und Vorgaben folgen, die von Menschen festgelegt werden. Momentan sei es das Ziel, Maschinen schneller an die Produktion zu bringen. "Dabei müssen wir immer überlegen, was ist sinnvoll, was können Menschen besser", so Ruskowski.

Mit dem Branchen-Gespräch will das Ministerium Unternehmen und Forscher zusammenbringen. In Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer über Datenauswertungen oder mögliche KI-Einsatzgebiete. "Künstliche Intelligenz ist notwendig, um international wettbewerbsfähig zu bleiben", sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt (FDP). Momentan sei es für Unternehmen die größte Herausforderung, entsprechende Fachkräfte zu finden. Ideal sei hier ein Mix aus Informatik und Ingenieurwesen, meinte Ruskowski, entweder in Personalunion oder in Form von zwei Personen. "Von diesen Grenzgängern gibt es aber noch zu wenige." Ein Ingenieur könne das Problem finden, der Informatiker helfe, es zu beheben.