Menschheitsgeschichte:In welchem Alter werden Staaten gebrechlich?

Menschheitsgeschichte: Ruinen wie die der Pueblo-Kulturen im Westen Nordamerikas zeugen vom Untergang einst mächtiger Reiche.

Ruinen wie die der Pueblo-Kulturen im Westen Nordamerikas zeugen vom Untergang einst mächtiger Reiche.

(Foto: IMAGO/Pond5 Images)

Auch Gemeinwesen altern - das schließen Forscher aus einer Analyse untergegangener Reiche. Ab 200 Jahren ist das Risiko eines Zusammenbruchs hoch. Darin steckt auch eine Warnung an moderne Staaten.

Von Jakob Wetzel

Der Mensch altert. Das wird gerne verdrängt, überschminkt oder mit Botox weggespritzt, aber grundsätzlich ist das derzeit nicht zu ändern. Und je älter jemand wird, desto höher ist das Risiko, zu erkranken oder zu sterben. Statistisch steigt die Sterblichkeit des Menschen bis zum Alter von 80 Jahren exponentiell an. Staaten sind zwar etwas grundlegend anderes als Menschen, doch Forscher um den niederländischen Umweltwissenschaftler Marten Scheffer von der Universität Wageningen haben bei ihnen nun einen ähnlichen Prozess beobachtet. Wie sie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences berichten, werden auch Gemeinwesen mit fortschreitendem Alter gebrechlich.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMenschheitsgeschichte
:Wie die ersten Staaten entstanden

Warum haben die Menschen damit begonnen, sich in Städten und Staaten zu organisieren? Nach einer großen Datenauswertung haben Forscher vor allem zwei Faktoren im Verdacht.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: