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Alle Daten zur Pandemie:Aktuelle Zahlen zum Coronavirus

Über 1000 Menschen sind in Deutschland mittlerweile an Covid-19 gestorben. Die USA meldet knapp eine Viertel Million Infektionen. Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Grafiken.

Update vom 3.4.2019, 13:19 Uhr: Laut Johns Hopkins Universität sind weltweit inzwischen mehr als eine Million bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Vor allem in den USA breitet sich das Virus rasant aus, dort gibt es mittlerweile knapp 250.000 Fälle, über 6000 Menschen starben an Covid-19. In Deutschland sind inzwischen 1064 Menschen am Coronavirus gestorben, die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen nahm gegenüber dem Vortag wieder zu, über 80 000 Fälle wurden insgesamt in der Bundesrepublik registriert. Dramatisch ist die Situation weiterhin in Italien und Spanien, beide Länder verzeichnen über 10 000 Todesfälle, die Zahl der Neuinfektionen pro Tag bleibt gegenüber den Vortagen annähernd gleich. In Italien sind fast 14 000 Menschen an Covid-19 gestorben. Auch in Großbritannien spitzt sich die Lage zu, mit über 4000 Neuinfektionen meldet das Vereinte Königreich den höchsten Tagesanstieg seit Beginn der Epidemie.

Fallzahlen steigen weiter stark an

Inzwischen haben fast alle europäischen Staaten drastische Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung der Corona-Epidemie zu stoppen: Schulen und Universitäten sind großteils geschlossen, vielerorts auch Bars, Restaurants und zahlreiche Geschäfte. Viele Menschen arbeiten von zu Hause aus oder gar nicht. Zahlreiche Grenzen innerhalb der EU sind ebenfalls dicht.

Trotzdem steigen die Zahlen der Neuinfizierten weiter. Das liegt allein schon daran, dass die Erkrankung meist erst nach etwa fünf bis sieben Tagen ausbricht. Es gibt also eine große Zahl von Patienten, die noch nicht erfasst sind - und womöglich noch gar nicht wissen, dass sie das Virus bereits in sich tragen. Auch zu Neuansteckungen wird es weiter kommen, schließlich lassen sich nicht alle Sozialkontakte restlos vermeiden. Vorerst wird der exponentielle Anstieg der Fallzahlen weitergehen: Die Kurve mit der Gesamtzahl der Infizierten wird nicht nur weiter steigen, sie wird voraussichtlich auch noch steiler werden als jetzt, bevor sie irgendwann langsam flacher wird.

Woran lässt sich erkennen, ob die Trendwende erreicht ist?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Ausbreitung einer Epidemie mathematisch abzubilden. Am eingängisten ist die Verdopplungszeit: Das ist die Zeitspanne, nach der sich die Zahl der Infizierten jeweils verdoppelt hat. Dabei darf man nicht unterschätzen, wie stark sich exponentielles Wachstum beschleunigt: Beispielsweise sind nur zehn Verdopplungszyklen nötig, um von tausend Fällen auf eine Million Fälle zu kommen. Bei einer Verdopplungszeit von sieben Tagen wäre das nach zehn Wochen erreicht, bei einer Verdopplungszeit von drei Tagen bereits nach einem Monat. Die SZ berechnet die Verdopplungstage aus dem Wachstum der Fallzahlen in den vergangenen fünf Tagen.

Vom Abflauen einer Epidemie kann man sprechen, sobald die Verdopplungszeit größer wird - also beispielsweise von drei auf vier Tage steigt. Auf einer Grafik mit den Fallzahlen erkennt man diese Abschwächung, wenn sich die Kurve anfängt nach rechts zu neigen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Schlimmste noch nicht überstanden: Die Fallzahlen werden weiter steigen, auch Tote wird es weiterhin geben. Lediglich die Geschwindigkeit des Anstiegs geht zurück. Tage, eher Wochen später wird tatsächlich das Plateau erreicht, ab dem die Zahl der Neuerkrankungen sinkt. Bislang ist nur eine Minderheit der Infizierten als genesen eingestuft.

Die Epidemie nahm Ende Dezember in China ihren Anfang und hat sich seither auf alle Kontinente ausgebreitet.

Die angegebenen Fallzahlen beziehen sich auf die durch Tests bestätigten, von den Behörden gemeldeten Infektionen. Die reale Zahl der Infizierten liegt höher. Da in verschiedenen Ländern in unterschiedlichem Ausmaß getestet wird, sind die absoluten Fallzahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Für den internationalen Vergleich bietet sich daher ein zusätzlicher Blick auf die Todesfälle an.

Die ersten Infektionen innerhalb Deutschlands gab es bei Mitarbeitern des bayerischen Automobilzulieferers Webasto, die sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatten. Inzwischen gibt es in allen Bundesländern zahlreiche Fälle. Schwerpunkte liegen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg.

Die Zahlen in diesem Artikel stammen im Wesentlichen von der Johns-Hopkins-Universität und von den für den Infektionsschutz zuständigen Behörden in den Bundesländern. Ergänzend kommen Daten vom Robert-Koch-Institut zum Einsatz, diese werden jedoch erst zeitverzögert gemeldet und geben nicht den neuesten Stand wieder.

© SZ.de/beu/vwo
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