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Welthandel:Es war einmal eine WTO

Trump Xi Jinping Osaka

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping vor einem Jahr beim G-20-Treffen in Osaka. Zwei Gründe haben die WTO an den Rand gebracht: Der Aufstieg der Volksrepublik China zur Weltmacht und die Frustration amerikanischer Politiker, die glauben, über den Tisch gezogen zu werden.

(Foto: Kevin Lamarque/REUTERS)

Die Welthandelsorganisation muss um ihre Existenz fürchten. Der Aufstieg Chinas zur Weltmacht hat die globale Handelsordnung völlig aus dem Gleichgewicht gebracht. So sehr, dass man fragen muss: Hat die WTO überhaupt noch eine Chance?

Essay von Nikolaus Piper

Es klingt wie ein Märchen aus alter Zeit. Im April 1994 traten in der atemberaubend schönen marokkanischen Wüstenstadt Marrakesch die Vertreter von 124 Staaten zusammen, um den Welthandel auf eine neue Grundlage zu stellen. Acht Jahre lang hatten sie im Rahmen der sogenannten "Uruguay-Runde" verhandelt (sie hieß so, weil die erste Sitzung in Punta del Este, Uruguay stattgefunden hatte). Jetzt machten sie die Ergebnisse fest, vor allem das Wichtigste, die Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) mit Sitz in Genf.

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