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Wohnen - Frankfurt am Main:Wohnungswirtschaft fordert günstiges Bauland und Förderung

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Wohnungswirtschaft fordert mehr Unterstützung vom Land für den Bau bezahlbarer Wohnungen. "Wir brauchen keine Luxusappartements, sondern in erster Linie Wohnungen zu leistbaren Mieten für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen", sagte der Chef des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW), Axel Tausendpfund, am Donnerstag in Wiesbaden. Die Förderkonditionen für Bauherren seien aber nach wie vor nicht attraktiv genug. Gerade die soziale Wohnraumförderung müsse verbessert werden.

"Wir brauchen mehr günstiges Bauland, dies ist das Fundament für bezahlbares Wohnen", betonte Tausendpfund. "Die Kommunen sitzen am Hebel, sie müssen mehr Bauland ausweisen." Dieses Bauland dürfe jedoch nicht zum Höchstpreis vergeben werden. Der Käufer mit dem besten Konzept zur Schaffung von bezahlbaren Wohnungen sollte stattdessen den Zuschlag erhalten. "Dadurch entgehen den Kommunen Einnahmen." Zudem hätten sie anfangs höhere Ausgaben, wie zum Beispiel für den Bau von Kitas, Schulen und Straßen. Das Land müsse die Kommunen daher bei diesem Weg verstärkt finanziell unterstützen.

Den Vorstoß von Wirtschaftsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) zu der Initiative "Großer Frankfurter Bogen" begrüßte der Chef des Verbands, der die Interessen von rund 200 privaten und öffentlichen Unternehmen der Wohnungswirtschaft vertritt. Der Minister sieht dabei ein Potenzial von 200 000 Wohnungen mit Bahnanbindung in einem Gebiet im Umkreis von höchstens 30 Zug-Minuten um den Frankfurter Hauptbahnhof. Tausendpfund rief die Kommunen auf, sich verbindlich am "Großen Frankfurter Bogen" zu beteiligen.

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