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Wirecard:Finanzaufsicht in Bedrängnis

Corona-Virus / 23.03.2020, Flughafen, Frankfurt, Corona-Virus , im Bild KFW Ipex Bank in der Zeppelinallee 8 in Frankfur

Die KfW-Ipex in Frankfurt: Ermittler gehen dem möglicherweise zweifelhaften Geschäftsgebaren der Bank nach.

(Foto: nph/Bratic/imago images)

Das öffentliche Kreditinstitut KfW-Ipex hat Wirecard viel Geld geliehen - auch weil sie sich auf die Bafin verließ. Jetzt sind 89 Millionen Euro weg und die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Von Klaus Ott, Reiko Pinkert und Jörg Schmitt, Berlin/Frankfurt

Die Anmerkung war handschriftlich, in rot, auf dem Entwurf eines Briefes eingefügt. "Warum wurde das Kreditengagement verlängert, obwohl es kritische Berichte in der Presse gab?", wollte da jemand wissen. Die kurze, aber prägnante Notiz stammt vermutlich von Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Gerichtet war sie an die Geschäftsführung der Staatsbank KfW-Ipex. Die Staatsbank hatte der Wirecard AG trotz kritischer Presseberichte über den Zahlungsdienstleister 100 Millionen Euro geliehen, jetzt ist fast das ganze Geld weg. Gerade mal 10,9 Millionen Euro konnte die KFW-Ipex retten, indem sie ihre Forderungen als Wirecard-Gläubiger weiterverkauft hatte. Der Aufsichtsrat der KfW-Ipex, dem auch Nussbaum angehört, verlangt nun Aufklärung.

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