Flugverkehr:Verdi bestreikt Lufthansa erneut

Verdi-Streik

Die Gewerkschaft Verdi hat das Lufthansa-Bodenpersonal erneut zu einem Warnstreik aufgerufen.

(Foto: Boris Roessler/dpa)

Am Donnerstag und Freitag ruft die Gewerkschaft das Bodenpersonal dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Es werden auch wieder Passagiere betroffen sein.

Beim nächsten Verdi-Warnstreik bei der Lufthansa sind wieder Passagiere betroffen. Die Gewerkschaft hat das Bodenpersonal für Donnerstag und Freitag dieser Woche zu einem Ausstand aufgerufen, wie sie bekannt gab. Er soll am Donnerstag um vier Uhr beginnen und Samstag um 7.10 Uhr enden.

Im laufenden Tarifkonflikt für rund 25 000 Beschäftigte des Bodenpersonals hatte es bereits zwei Warnstreikwellen gegeben, die den Passagierverkehr jeweils für rund einen Tag lahmlegten. Damals waren an einem Tag mehr als 100 000 Fluggäste betroffen. Es fielen mehr als 1000 Flüge aus. In der vergangenen Woche hatte Verdi Lufthansa-Betriebsteile in der Technik und Frachtabfertigung bestreikt, um ein verbessertes Angebot des Unternehmens zu erzwingen. Bislang ist die nächste Runde für den 13. und 14. März angesetzt. Zu früheren Gespräche ist Verdi nur bei einem erhöhten Angebot bereit.

Erst am vergangenen Samstag traten Beschäftigte in den Ausstand, die bei Lufthansa Cargo die Beladung von Maschinen steuern oder für die Abwicklung der Fracht zuständig sind. Laut einer Lufthansa-Sprecherin gab es wegen des Warnstreiks zum Beispiel Annahmestopps für Spezialfracht. Man versuche jetzt, den Rückstau schnellstmöglich abzuarbeiten.

Die Lufthansa zeigte sich über die fortgesetzten Warnstreiks empört und kritisierte besonders die Vorbedingungen von Verdi, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der Konzern stellte deswegen die Tarifverhandlungen insgesamt infrage. Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky bedauerte in einer Mitteilung die Auswirkungen auf Passagiere: "In den vergangenen Tagen haben wir bewusst den Passagierverkehr mit unseren Streiks ausgelassen. Lufthansa vermittelt uns mit dem Ignorieren unserer Verhandlungsaufforderung jedoch, dass sie sich erst bewegen wird, wenn der Druck weiter steigt."

Die Gewerkschaft fordert für das Bodenpersonal der Lufthansa 12,5 Prozent mehr Gehalt, was mindestens 500 Euro monatlich entsprechen würde, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem soll es eine konzerneinheitliche Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3000 Euro für die Beschäftigten geben. Die Lufthansa hat bislang bei 28 Monaten Laufzeit zehn Prozent höhere Gehälter angeboten.

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:Grazia Vittadini

Die 54-jährige Luftfahrtingenieurin ist eine der wenigen Frauen, die sich in der männerdominierten Branche behaupten konnten. Jetzt holt die Lufthansa sie in den Vorstand.

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