bedeckt München 12°
vgwortpixel

Thomas Middelhoff:Der redseligste Knacki Deutschlands

Untreueprozess gegen Middelhoff

Thomas Middelhoff, einst Konzernchef bei Bertelsmann und dann bei der Karstadt-Mutter Arcandor, heute Häftling auf Freigang.

(Foto: dpa)

Der Häftling Thomas Middelhoff gibt sich bescheiden, tingelt aber auf Freigang durch die Talkshows. Seine Gläubiger warten weiter auf ein Wort der Reue oder Geld von dem Ex-Manager. Sie wollen 400 Millionen Euro von ihm.

Seine Handynummer ist noch die von früher, aus der Zeit vor dem Knast. Aber neuerdings ist Thomas Middelhoff kurz angebunden. "Ich möchte nicht mit der Presse sprechen", sagt er knapp, "bitte respektieren Sie das." Dann legt er auf. Nun ist es eines jeden Menschen gutes Recht, zu sprechen, wann er will - oder das eben sein zu lassen. Das gilt auch für Strafgefangene wie ihn. Andererseits spricht Thomas Middelhoff, 64, neuerdings in der Öffentlichkeit so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. Neulich 25 Minuten lang in der Talkshow "3 nach 9". An diesem Donnerstag bei "Markus Lanz". Am kommenden Samstag auf der Frankfurter Buchmesse, wo sein Verlag eines der Podien eine ganze Stunde lang für ihn reserviert hat.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Coronatest-Hersteller im Interview
"Das zögerliche Vorgehen war fatal und fahrlässig"
Teaser image
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Teaser image
Zeitgeist
Diese Krise ist anders
Teaser image
Digitale Privatsphäre
Wie wir uns verraten
Teaser image
Narzissmus
"Er dressierte mich wie einen Hund"
Zur SZ-Startseite