Technik:Batteriezelle: Erster Bauabschnitt eröffnet

Lesezeit: 1 min

Eine Maschine zum Kalandrieren, aufgenommen bei der Eröffnung der Fraunhofer-Einrichtung „FFB PreFab“. (Foto: Guido Kirchner/dpa)

Die Politik aus Bund und Stadt war am Dienstag zu Gast in Münster. Grund ist die Batterieforschung. Die Ergebnisse sollen der Industrie helfen.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Münster (dpa/lnw) - Vertreter von Politik und Wissenschaft haben am Dienstag den ersten Bauabschnitt der Forschungsfertigung Batteriezelle in Münster eröffnet. Das Projekt wird mit 500 Millionen Euro durch den Bund und 320 Millionen Euro durch das Land gefördert.

„Die Batterietechnologie ist eine wichtige Schlüssel- und Zukunftstechnologie. In Münster bauen wir deshalb die Batteriezellproduktion von morgen in großem Maßstab auf“, sagte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) bei der Eröffnung. Die Forschungsfertigung Batteriezelle, kurz FFB, werde ein weltweit einzigartiges Innovationsinstrument sein, „mit dem Industrie und Wissenschaft gleichermaßen innovative Batterietechnologien erproben sowie neuartige Batteriezellkonzepte entwickeln und effizient zur Marktreife bringen können“, sagte der Gast aus Berlin.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sieht am Standort Münster bei der Batterieforschung weltweit eine Spitzenstellung. „Die FFB Münster wird weit über Nordrhein-Westfalen hinaus einen zentralen Beitrag dazu leisten, dass wir auch in Zukunft ein starker Industriestandort mit sicheren, guten Arbeitsplätzen bleiben und unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen können“, sagte Wüst.

Um die Vergabe an den Standort in Münster gab es Streit. 2020 protestierten Bayern und Baden-Württemberg, weil sie eigene Standorte benachteiligt sahen. Die damalige Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat ihren Wahlkreis im Münsterland. Das zuständige Ministerium hat wiederholt betont, dass die Entscheidung nach einem sauberen Verfahren nach festgelegten Kriterien abgelaufen sei.

„Mit der Eröffnung erreichen wir einen wichtigen Meilenstein für die Fraunhofer-Gesellschaft, die Forschungsfertigung Batteriezelle FFB und vor allem für die nachhaltige und wettbewerbsfähige Batterieproduktion in Europa“, sagte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Holger Hanselka.

Die Forschungsfertigung Batteriezelle soll als Bindeglied zwischen Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft dienen. Ergebnisse aus der Laborarbeit sollen in der Wirtschaft angewendet werden. Auch sollen Fachkräfte in Münster ausgebildet werden. Beteiligt sind die Fraunhofer-Gemeinschaft, die RWTH Aachen, das Forschungszentrum Jülich und die Universität Münster. Der Baubeginn für den 2. Bauabschnitt ist für Ende 2024 geplant.

© dpa-infocom, dpa:240430-99-864304/3

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: