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Reden wir über Geld mit Rachel Sherman:"Viele Reiche hadern mit ihrem Wohlstand"

Rachel Sherman forscht an der New Yorker Neuen Schule für Sozialforschung über soziale Ungleichheit.

(Foto: oh)

Die Soziologin Rachel Sherman hat untersucht, wie reiche Menschen sich selbst sehen. Ein Gespräch darüber, warum Reiche sich gern als Mittelklasse bezeichnen und die Frage, ob es moralisch guten Reichtum gibt.

Interview von Claus Hulverscheidt

Das mit den E-Mails hat Rachel Sherman, 47, dann doch überrascht. Etwa 80 hat sie binnen weniger Tage bekommen, die meisten von offenbar betuchten Männern, die in rüdem Ton an ihr und ihrem neuen Buch herummäkeln. Dabei hat die Privatdozentin, die sich an der New Yorker New School for Social Research mit dem Thema soziale Ungleichheit befasst, nicht mehr getan, als aufzuschreiben, wie reiche New Yorker sich selbst und ihre Lebensumstände sehen. "Wie kommt jemand auf die Idee, eine so lange Mail zu schreiben - nur um mich als ,Kommunistin' zu beschimpfen?", so Sherman. Der Titel ihres Buches lautet "Uneasy Street" und ist ein Wortspiel: "On easy street" bedeutet im Amerikanischen, dass eine Sache gut läuft - finanziell etwa. "Uneasy Street" meint dementsprechend, dass der Weg holpriger ist als angenommen.

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